ETF Sparplan für Anfänger

ETF Sparpläne: Was Sie über diese Geldanlage wissen sollten

Wer sein Geld gewinnbringend anlegen möchte, kann in ETF Sparpläne investieren. Was ETF bedeutet, worauf es zu achten gilt und welche Vorteile diese Anlageform mit sich bringt, erfahren Sie in diesem Artikel.

ETF – Das steckt hinter den drei Buchstaben

ETF Sparpläne sind für Anleger die Möglichkeit, mit kleinem Geld größeres Vermögen anzuhäufen.

ETF bedeutet exchange-traded fund. Gemeint sind damit börsengehandelte Indexfonds. Dabei handelt es sich um einen passiv verwalteten Aktienfond. Das bedeutet, dass Computerprogramme einen Index nachbilden, wie beispielsweise den deutschen Leitindex DAX. Der ETF kauft dabei automatisch nach der Gewichtung im jeweiligen Index ein. Somit sind ETFs von den Kursschwankungen eines Index abhängig. Steigt der nachgebildete Index um zehn Prozent, gilt das auch für den Indexfond. Rutscht der Index zehn Prozent ins Minus, zieht er den Fond mit nach unten.

Kurzum: ETFs bieten die Möglichkeit, in einen breiten Markt zu investieren. Jetzt hat nicht jeder Unsummen zuhause herumliegen, die er in Fonds stecken kann. Um mit kleinem Geld ein größeres Vermögen zu generieren, eigenen sich ETF Sparpläne. Sparpläne gibt es bereits ab einer monatlichen Sparrate von 25 Euro. Die von Ihnen festgelegte Sparsumme wird auf Ihrem Depot bei einer Bank verbucht und in Anteilen in den gewählten ETF Sparplan investiert. Somit eigenen sich ETF Sparpläne vor allem für junge Leute, die mit einem kleinen monatlichen Betrag langfristig Rendite erzielen wollen.

Anfallende Gebühren

Die Gebühren für ETF Sparpläne sind übersichtlich und im Vergleich zu anderen Anlage-Produkten gering. Einmalig wird ein Ausgabeaufschlag berechnet, der mit etwa 0,25 Prozent des eingesetzten Kapitals deutlich geringer ausfällt als bei aktiv gehandelten Fonds. Hinzu kommen laufende Gebühren, die zwischen 0,1 und 0,5 Prozent liegen. Zudem können Gebühren anfallen, wenn Sie den Sparplan wieder verkaufen.

In diese Indizes können Sie investieren

Wie bereits erwähnt, bilden ETFs Börsenindizes nach. Ein Index bildet dabei stets die Entwicklung des Gesamtmarktes ab. Es gibt unterschiedliche Märkte, die nachgebildet werden. Hier eine kleine Übersicht:

  • MSCI Emerging Markets Index – bildet die Wertentwicklung von Unternehmen in 26 Schwellenländern ab
  • MSCI World Index – bildet mehr als 1.600 Aktien aus 23 Industrieländern weltweit ab
  • S&P 500 - bildet die stärksten US-amerikanischen Unternehmen ab
  • DAX – hält die stärksten deutschen Aktien
  • TecDAX – bildet deutsche Unternehmen aus dem Technologiesektor ab

Generell lässt sich sagen, dass Schwellenländer deutlich schwankungsanfälliger sind als Industrienationen. Für eine langfristige Anlage sind Sie mit einem ETF Sparplan besser beraten, der den Index einer oder mehrerer Industrienationen widerspiegelt.

Der Weg zum ETF Sparplan

Um einen Sparplan zu eröffnen, brauchen Sie erst einmal ein Depot bei einem Online Broker oder einer Depotbank. Das Depot funktioniert ähnlich wie ein Konto. Dort werden die ETF Anteile verwahrt. Aktuell ist es ratsamer, ein Depot bei einer Direktbank zu eröffnen. Im Gegensatz zu Filialbanken erheben diese in der Regel keine Gebühren für die Depotführung. Anbieter für ein kostenloses Depot sind unter anderem:

  • Flatex
  • Comdirect (Commerzbank-Tochter)
  • Consorsbank (BNP-Paribas-Tochter)
  • Maxblue (Deutsche-Bank-Tochter)

Im nächsten Schritt suchen Sie einen passenden ETF heraus und erstellen Ihren Wertpapiersparplan. Das funktioniert alles online. Sie legen die Summe fest, die Sie monatlich sparen wollen und geben die Identifikationsnummer (ISIN) Ihres ETFs ein. Achtung: Einige Anbieter bieten einen Sparplan erst ab einer Sparrate von 50 Euro an.  

Nun geben Sie noch das Kaufintervall (monatlich oder quartalsweise), Kauftag, ersten Kauf und den letzten Kauf (Ende des Sparplans) an. Dann heißt es zurücklehnen und abwarten. Wichtig: Lassen Sie sich von heftigen Kursschwankungen nicht nervös machen. Diese gleichen sich in der Regel über die Länge der Anlagedauer wieder aus. Aus einem ETF Sparplan ist bisher kaum jemand mit Verlusten herausgegangen.

Übrigens: Viele der Fonds sind thesaurierend. Das bedeutet: Die erwirtschafteten Renditen werden automatisch wieder angelegt. Somit kann das Fondskapital durch die Rendite wachsen.

Vorteile ETF Sparpläne

  • günstig Geld investieren
  • keine hohen Mindesteinzahlungsbeträge
  • hohe Flexibilität – Sparer kann Raten und Zeitraum festlegen und Raten bei Bedarf pausieren
  • Sie investieren nicht Ihr ganzes Geld auf einmal
  • Sparrate wird automatisch vom Girokonto abgebucht
  • vergleichsweise hohe Rendite (bei langfristiger Anlage)

Nachteile ETF Sparpläne

  • ETF unterliegt Kursschwankungen des abgebildeten Marktes
  • das Risiko des Sparplans ist so hoch wie das Marktrisiko
  • lohnt sich nur bei einer Mindestanlage über fünf bis zehn Jahre

Hier finden Sie eine Übersicht günstiger ETF-Sparplan-Angebote.

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