13 Millionen Deutsche besuchen keine Bankfiliale mehr

Bitkom-Umfrage: Für Banken bahnt sich ein Gezeitenwechsel an

Bankgeschäfte online zu erledigen, ist für die Mehrheit der deutschen Internetnutzer Alltag. Für Viele ersetzt das Online-Angebot bereits den Filialbesuch. Online-Banking hat zudem ein gutes Image, es wird als sicher und bequem wahrgenommen.

Online-Banking ersetzt den Filialbesuch

Drei Viertel der Deutschen erledigen ihre Bankgeschäfte online (76 Prozent), zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Branchenverbandes Bitkom. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber 2016, damals waren es noch 70 Prozent. Weitere acht Prozent der Befragten können sich vorstellen, auf Online-Banking umzusteigen. In der Bitkom-Befragung sagten zudem 3 von 10 Online-Banking-Nutzern (29 Prozent), dass sie keine Bankfiliale mehr aufsuchten. Jeder Zweite (51 Prozent) nutzt hauptsächlich Online-Banking, geht aber ab und zu in die Filiale. Lediglich 17 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, dass sie überwiegend die Filiale besuchten und Online-Banking nur ab und zu verwendeten. Aus den aktuellen Zahlen des Branchenverbandes ergibt sich somit, dass rund 13 Millionen deutsche Bürger keine Bankfiliale mehr besuchen.

Sicher, immer verfügbar und bequem

Quelle: bitkom.org

Online-Banking sei für die große Mehrheit der Internetnutzer Alltag, betont Bitkom-Präsident Achim Berg: „Es ist sicher, jederzeit verfügbar und vor allem: bequem.“ So sehen das auch die Anwender. 9 von 10 Befragten (90 Prozent) sagten, ihr Online-Banking biete alle notwendigen Funktionen. 8 von 10 sind überzeugt davon, dass ihr Online-Banking sicher sei (83 Prozent) und zudem übersichtlich (81 Prozent) und einfach zu bedienen (80 Prozent). 6 von 10 Befragten gaben sogar an, sie hätten Spaß dabei, die Bankgeschäfte online zu erledigen (58 Prozent).

Kundenbindung schwindet

Der Bankenwelt steht ein grundlegender Umbruch bevor, der auch die Beziehung zu den Kunden betrifft. Zwar blicken die deutschen Verbraucher bei der Wahl der Bank noch immer zuerst auf die Kosten und die gebührenfreie Nutzung der Geldautomaten (jeweils 95 Prozent), das Angebot an digitalen Services wird aber zunehmend wichtiger: Schon jetzt liegt es gleichauf mit der persönlichen Beratung vor Ort (jeweils 67 Prozent). Auf die Marke legen nur noch 56 Prozent der Befragten Wert.

Im Zuge des Wandels nimmt auch die Treue der Kunden zu ihrer Bank ab: 41 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, sie hätten schon einmal ihr Haupt-Girokonto gewechselt. Von der schwindenden Kundenbindung profitieren vor allem die Online-Banken. Mittlerweile haben 14 Prozent der Deutschen hier ihr Hauptkonto, das ist ein Anstieg von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Weitere 19 Prozent der Befragten können sich einen Wechsel vorstellen. Knapp ein Drittel würde das Haupt-Girokonto sogar bei einem Technologiekonzern wie Amazon, Google oder Apple eröffnen, wenn es dieses Angebot gäbe (29 Prozent).

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