Banken stellen ESG in den Vordergrund

Studie zur sozialen Verantwortung im Bankwesen

Drei Viertel der Führungskräfte in der Finanzbranche sehen eine Verpflichtung der Banken, soziale Probleme anzugehen. Allerdings meinen auch zwei Drittel, dass die Banken anderen Branchen hinterherhinken, wenn es um die Erfüllung von ESG-Zielen geht.

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Es gibt noch viel zu tun

Für die Studie den „Banking in 2035: Global Banking Survey Report“, die das britische Institut Economist Impact mit Unterstützung von SAS, einem Anbieter von Lösungen für Analytics und künstliche Intelligenz (KI), realisiert hat, wurden rund 500 Entscheidungsträger aus Finanzinstituten zur Rolle der Banken bei sozialen Verbesserungen interviewt. - Quelle: Shuttesrstock.com

Banken wollen soziale Verantwortung stärker in den Fokus ihrer Geschäftspraxis rücken. Dies zeigt eine Studie, die das britische Institut Economist Impact mit Unterstützung von SAS, einem Anbieter von Lösungen für Analytics und künstliche Intelligenz (KI), realisiert hat. 76 Prozent der Befragten befürworten unbedingt eine Verpflichtung der Banken, soziale Probleme anzugehen; allerdings schreiben nur 32 Prozent ihnen eine zentrale Funktion zu.

Digitalisierung, Cybercrime und ESG-Ziele

Trotz disruptiver Trends, interner und externer Hürden sowie zunehmender sozialer und umwelttechnischer Probleme herrscht bei den Führungskräften aus dem Bankensektor ein vorsichtiger Optimismus für das kommende Jahrzehnt. Dies zeigt sich unter anderem an den folgenden Einschätzungen:

  • Digitalisierung – wird zusammen mit der Akzeptanz für neue Technologien von mehr als der Hälfte der Experten (55 Prozent) als wichtigster Trend bei Finanzdienstleistungen gesehen. Digitale Währungen schätzen 49 Prozent als relevant ein. Gleichzeitig bewerten jeweils 54 Prozent der Befragten diese Trends als größte Chancen.
  • Cyberattacken – fürchten 53 Prozent als erhebliche Bedrohung. Und sie reagieren darauf: Rund die Hälfte nennt die Investition in Sicherheit und Datenschutz als eine der wichtigsten Strategien. 44 Prozent wollen ihre Daten besser übergreifend nutzen, indem sie einen Austausch zwischen den Bereichen Betrugserkennung, digitale Bezahlung und Geldwäschebekämpfung schaffen.
  • Umwelt, Gesellschaft und Governance (ESG) – Fast zwei Drittel (64 Prozent) der Executives meinen, dass Banken anderen Branchen hinterherhinken, wenn es um das Erreichen von ESG-Zielen geht, allerdings werden diese Themen künftig stärker in den Mittelpunkt rücken. Zwei von fünf Entscheidern (41 Prozent) sehen ESG als eine der größten Chancen für ihre Organisation. 52 Prozent sagen, dass Nachhaltigkeit und Klimawandel zu den sozialen Problemen gehören, bei denen sich ihr Unternehmen am stärksten engagiert.

Analytics und KI als große Treiber der Branche

Die Rolle von Technologie für den Aufbau von Resilienz und Zukunftsfähigkeit ist bei den Bankmanagern unbestritten. Fast die Hälfte der Umfrageteilnehmer (48 Prozent) identifiziert Advanced Analytics als wichtigste Technologie, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Mehr als drei Viertel (77 Prozent) wiederum geben an, dass ihr Unternehmen beim Erreichen seiner Digitalisierungsziele entweder im Plan (35 Prozent) oder sogar voraus (42 Prozent) ist.

Dazu passt, dass digitale Transformation als wichtigste strategische Priorität in den kommenden drei bis fünf Jahre angesehen wird (57 Prozent). Darauf folgen Sicherheit und Datenschutz (55 Prozent), Customer Experience sowie Risikomanagement (jeweils 39 Prozent).

“Analytics und KI sind die großen Treiber für Banken im Jahr 2035”, betont Alex Kwiatkowski, Director of Global Financial Services bei SAS. “Führungskräfte im Finanzwesen erkennen, dass grundlegende Veränderungen künftig nur dann erfolgreich zu realisieren sind, wenn sie ihre Unternehmensstrategie und ihre Strukturen für Mitarbeiter, Kunden und die Öffentlichkeit maximal transparent gestalten. Um zugleich optimale Performance zu erreichen und die richtigen Entscheidungen zu treffen, brauchen Banken aussagekräftige Daten – und die Tools, um sie in Erkenntnisse umzuwandeln.”

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