Bitcoin-Mining verbraucht zu viel Strom

Leistung von fünf Großkraftwerken

Die Netzwerke ächzen unter dem Mining der Kryptowährung Bitcoin. Dies braucht nämlich die Leistung von fünf Großkraftwerken. Somit wird auch die Digitalwährung zu einem entscheidenden Faktor beim Klimawandel.

Bitcoin verbraucht so viel Strom wie die Stadt Hamburg

Bitcoin-Mining über Hochleistungsserver beansprucht so viel Strom wie Jordanien oder Sri Lanka.

Pro Jahr erzeugt das virtuelle Schürfen nach Bitcoins einen Stromverbrauch von 45,8 Billionen Wattstunden pro Jahr. Dies geht aus einer Studie der Technischen Universität München hervor, die den Gesamtstromverbrauch aller Computer untersucht hat, die Teil der Bitcoin Blockchain sind.

Diese 45,8 Billionen Wattstunden verursachen 22 bis 22,9 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Emissionen. Der Betrieb des Bitcoin-Netzwerks und das Mining der Kryptowährung beansprucht damit in etwa so viel Strom wie Jordanien oder Sri Lanka oder die Stadt Hamburg. Für die Deckung des durch Bitcoin verursachten Stromverbrauchs sind mehr als fünf durchschnittliche Großkraftwerke nötig.

Großteil der Bitcoin-Rechenleistung liegt in Asien

Das virtuelle Schürfen von Bitcoins kommt zustande, indem Computer mathematische Rätsel lösen. Dabei gilt: Je mehr Teilnehmer das Netzwerk hat, desto schwerer und damit rechenintensiver werden die Aufgaben, die für das Bitcoin-Schürfen gelöst werden müssen.

Mit 68 Prozent liegt der Großteil der Rechenleistung des Bitcoin-Netzwerks in Asien und dort vorrangig in China. Dort wird durchschnittlich 550 Gramm CO2 pro verbrauchter Kilowattstunde Strom freigesetzt. 15 Prozent der Rechenleistung liegt in Nordamerika und 17 Prozent befindet sich in Europa – bei Letzterem überraschenderweise  vor allem auf Island. Die Vulkaninsel nutzt für seine Stromproduktion aber keine fossilen Brennstoffe wie Kohle oder Erdgas und weist somit eine gute CO2-Bilanz auf.

Bitcoin hinterlässt großen CO2-Fußabdruck

Wäre Bitcoin ein Land, würde es in einer Rangliste der CO2-Emittenten zwischen Rang 82 und Rang 83 liegen. Die Wissenschaftler resümieren, dass „es zwar bedeutendere Faktoren für den Klimawandel gibt: Der CO2-Fußabdruck aber so groß ist, dass er Anlass genug bietet, um über die Regulierung von Krypto-Mining an Standorten mit CO2-intensiver Stromproduktion zu diskutieren.“ Somit plädieren die Wissenschaftler dafür, dass Mining-Anlagen nur noch in Regionen entstehen sollten, in denen Strom aus erneuerbaren Energiequellen produziert werden kann.

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