Blick in die Glaskugel: Spannende Vorhersagen für das Banking-Jahr 2019

Diese Trends sieht die Industrie auf die Bankenwelt zukommen

Zahlreiche Unternehmen haben sich zum Jahreswechsel mit der Zukunft der Banken beschäftigt. Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Vorhersagen für das Jahr 2019.

GP Bullhound: Etablierte Banken werden zunehmend durch FinTech-Startups unter Druck gesetzt

Neue Digitalbanken stellen mehr und mehr eine Herausforderung für etablierte Banken dar. Das schnelle Wachstum von Banking- & FinTech-Start-ups in diesem Sektor wird durch massive Investments von VC-, Corporate Venture- und von auf FinTech spezialisierten Risikokapitalgebern angetrieben. Zudem wird der digitale Wandel durch die Gewohnheiten der jungen Bevölkerung beflügelt. Stolze 91 Prozent der Millenials bevorzugen die Verwendung von Mobile-Banking-Apps gegenüber dem Besuch einer klassischen stationären Bankfiliale.

Adesso: Kunden werden nicht mehr mit Bargeld und EC-Karte zahlen

Die Industrie drängt zunehmend darauf, dass die Kunden in Geschäften nicht mehr mit Bargeld oder EC-Karte, sondern mit dem Smartphone an der Kasse ihre Einkäufe bezahlen. Ebenso preschen schon die ersten Anbieter mit dem Kassenlosen Check-Out vor. Bei dieser Bezahlmethode wird die Kundenidentifizierung beim Verlassen des Geschäfts vorgenommen und die Bezahlung automatisch in die Wege geleitet. Der Kunde kann sich so lange Wartezeiten an den Kassen sparen.

Crealogix: Komplexität der Banken-Websites und –Apps muss im verborgenen bleiben – Kunden wollen klare und übersichtliche Angebote

Ähnlich wie in anderen Branchen ist es für Banken wichtig, den Kunden nutzenstiftende Angebote auf der Website und App zu präsentieren. Die Customer Experience gehört auch für Kreditinstitute zu den größten Herausforderungen. Die Bankinstitute müssen dabei bedenken, dass die Kunden von der Komplexität des Zusammenspiels aller notwendigen Anwendungen nichts mitbekommen sollten. Die Benutzeroberfläche sollte die dahinterstehende, komplexe IT-Architektur, nicht erkennen lassen.

Software AG: Sensoren in Industrieparks geben Banken Auskunft über die Produktivität von Maschinen

Die Software AG prophezeit, dass sich die Finanzierung von Sachanlagen wie Maschinen in Zukunft drastisch verändern wird. So geht man bei der Software AG davon aus, dass Darlehen nicht mehr auf Basis von Zeit, sondern auf Basis des Einkommensstroms, vergeben werden. Ein Sensor, der in der Industrieanlage verbaut wurde, misst die Produktivität und gibt diese Daten an die Bank weiter. Je nachdem, wie viel der Kunde produziert und verkauft, kann die Tilgungsrate entsprechend hoch ausfallen. Da Banken grundsätzlich ergebnisorientiert arbeiten, liefern die Sensoren einen wesentlichen Beitrag für das Risikomanagement. Die Produktqualität wird so zur wichtigsten Komponente des Risikomanagements.

Crealogix: Agilität gewinnt zunehmend an Bedeutung

Die Zeiten in denen man Projekten lange Vorlaufzeiten geben konnte sind längst vorbei. Dabei spielen nicht nur die immensen Risiken eine große Rolle, sondern vor allen Dingen die Tatsache, dass Kunden nicht lange wuf neue Produkte warten wollen. Kunden möchten in regelmäßigen Abständen von ihrer Bank mit attraktiven und nutzerfreundlichen Angeboten überrascht werden. Für solche schnellen Anpassungen werden agile Prozesse immer wichtiger. Die Herausforderung für die Banken besteht darin ein neues Produkt innerhalb weniger Wochen zur Marktreife zu bringen und ohne hohe Investitionen am Besten im Livebetrieb zu testen. Ist ein neues Produkt nicht  erfolgreich, sollte man sofort einer neuen Idee Platz einräumen. Diese agile Herangehensweise, die selbstverständlich auch mit Unsicherheiten verbunden ist, widerspricht der herkömmlichen Vorgehensweise, die Einführung neuer Angebote bis ins letzte Detail zu planen. In Zukunft gilt das Credo: Die digitale Richtung ist vorgegeben, aber das Ergebnis nimmt unter Umständen erst auf dem Weg seine endgültige Gestalt an.

G DATA: Schadenssummen durch Cyber-Kriminalität werden steigen

Die Sicherheitsvorkehrungen beim Online-Banking sind in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Es wird für Kriminelle immer schwieriger, einen Angriff erfolgreich durchführen zu können. Aus diesem Grund erwartet G DATA insgesamt weniger Angriffe, die aber in ihrer Intensität und Zielgerichtetheit deutlich stärker werden. G DATA  geht davon aus, dass die tatsächlichen Schadenssummen erheblich steigen werden. Dabei setzen die Cyber-Kriminellen nicht nur auf Malware.

ESET: Machine Learning und Künstliche Intelligenz – ein zweischneidiges Schwert

Im neuen Jahr wird nach Einschätzung von ESET auch das Thema Künstliche Intelligenz und – damit eng verknüpft – die Machine-Learning-Technologie stärker in den Fokus rücken. Und zwar sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht. So kann die  Machine-Learning-Technologie einerseits dafür genutzt werden, dass IT-Sicherheitsverantwortliche von sich wiederholenden Aufgaben bei der Überprüfung verdächtiger Dateien befreit werden. Auf diese Weise können in Zukunft Bedrohungen effizienter identifiziert werden. Auf der anderen Seite geht man bei ESET davon aus, dass in 2019, dass die Machine-Learning-Technologie auch von Cyber-Kriminellen ausgenutzt werden wird. Mit dieser Technologie sind sie in der Lage, ebenfalls arbeitsintensive Aufgaben und die Suche nach gefährdeten Zielen zu automatisieren.

Capgemini: Sparmaßnahmen waren gestern – 2019 sind Investitionen in Zukunftstechnologien wegweisend

Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen, die bis in den vergangen Jahrzenhnten  die wichtigsten Vorgaben für CIOs waren, spielen 2019 eine eher untergeordnete Rolle. Vielmehr liegt das Bestreben der CIOs und der einzelnen Fachabteilungen darin, in  intelligente Technologien wie Machine Learning, Bilderkennung oder Natural Language Understanding zu investieren. Mit dem Einsatz intelligenter Technologien wollen sich Fachabteilungen zukünftig aaus der Zwickmühle eines steigenden Arbeitsaufkommens und eines Fachkräftemangels befreien.

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