Deutsche Bank und Mastercard kooperieren

Amerikanischer Kreditkartenherausgeber wird zum Exklusiv-Partner der Deutschen Bank

Die Deutsche Bank hat mit Mastercard einen 10-Millionen-Karten-Deal geschlossen und macht den amerikanischen Konzern damit zum Exklusiv-Partner der größten deutschen Bank samt der dazugehörigen Postbank.

Postbank-Kunden müssen sich umstellen

Der US-Konzern Mastercard wird zum Exklusivpartner der Deutschen Bank und damit auch der Postbank. - Quelle: Shutterstock.com

Mastercard ist ein Coup gelungen. Das amerikanische Kreditkartenunternehmen hat einen 10-Millionen-Karten-Deal mit der Deutschen Bank abgeschlossen. Somit wird Mastercard zum Exklusiv-Partner des Bankenkonzerns. Für Kunden der Deutschen Bank ändert sich damit erst einmal nicht so viel, da die Deutsche Bank bisher Mastercard gegenüber Visa bevorzugt hatte.

Anders sieht das bei der Postbank aus, die zur Deutschen Bank AG gehört. Hier haben die Kunden bisher ausschließlich eine Visacard als Kreditkarte erhalten. Das wird sich nun ändern. Die Postbank wird künftig ausschließlich Karten von Mastercard ausgeben.

Mastercard-Chef kündigt Deal bei Conference Call an

Den Deal hatte Mastercard-Vorstandschef Michael Miebach Ende Januar beim „Conference Call“ aus Anlass der Q4-Zahlen verkündet. „Wir erweitern unsere Beziehung zur Deutschen Bank und werden exklusiver internationaler Scheme-Partner – einschließlich sowohl der Deutschen Bank und auch Postbank – und erweitern so unseren Marktanteil in Debit- und Kreditkarten“, so Miebach.

Laut Angaben von Miebach sind von der Umstellung zehn Millionen Debit- und Kreditkarten betroffen. Die Zahl setzt sich zusammen aus ausstehenden Visa-Kreditkarten und bereits ausgegebenen Visakarten an Postbank-Kunden.

Mit dem Deal kann Mastercard Vorsprung auf Visa ausbauen

Ziel der Umstellung sei es, „interne Prozesse im Umgang mit Zahlungskarten zu vereinfachen und die Integration der beiden Kundenmarken Deutsche Bank und Postbank weiter voranzutreiben. Hierfür wurde Mastercard als Partner ausgesucht“, erklärt ein Sprecher der Postbank.

Mastercard dürfte dieser Deal mehr als zugutekommen. Immerhin war Konkurrent Visa dem amerikanischen Unternehmen in den letzten Jahren bedrohlich nahe gekommen. Visa zählte im Januar 2019 um die 17,1 Millionen ausgegebene Kreditkarten. Die Zahlen von Mastercard sanken nach einem Hoch von 22,5 Millionen im Jahr 2016 hingegen auf 17,5 Millionen im Januar 2019 ab. Mit dem Deal dürfte sich Mastercard wieder ein wenig Luft verschaffen.

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