Deutsche sind Europameister bei der Nutzung von Online-Banken

TNS Kantar-Studie zur Akzeptanz und Nutzung neuer Angebote im Finanzbereich sowie Open Banking

Die Deutschen sind Europameister bei der Nutzung von Online-Banken – erwarten gleichzeitig aber auch mehr digitale Services. Dies geht aus einer aktuellen Studie von TNS Kantar im Auftrag von Mastercard hervor. Die Studie wurde bei der Money 20/20 Konferenz in Amsterdam vorgestellt.

Online-Banking-Angebote werden vor allem von jungen Leuten genutzt

Mastercard hat vor kurzem eine europaweite TNS Kantar-Studie vorgestellt, die Akzeptanz und Nutzung neuer Angebote im Finanzbereich sowie Open Banking beleuchtet. Das durchaus erstaunliche Ergebnis: Die Deutschen sind Europameister, wenn es um die Nutzung von Online-Banken geht.

14 Prozent der befragten Deutschen gaben an, bereits Kunde einer reinen Digitalbank zu sein. 27 Prozent möchten ein Girokonto einer solchen Bank nutzen. Das ist in Europa die Spitzenposition. Auf Platz zwei und drei folgen Italien (11 Prozent) und Spanien (10 Prozent). Skeptisch gegenüber Digitalbanken zeigten sich hingegen die Schweizer (4 Prozent) und die Briten (3 Prozent).

Nur noch 14 Prozent der Deutschen haben angegeben, dass sie überhaupt kein digitales Banking (online oder mobil) nutzen. 83 Prozent der Deutschen betreiben laut der Studie zumindest einmal im Monat eine Transaktion mit einer digitalen Anwendung. Bei den Altersgruppen sind die 30- bis 49-Jährigen die Heavy-User: 34 Prozent nutzen die digitalen Banking-Angebote oder Apps – und das täglich bis mindestens einmal in der Woche.

Sicherheit und Treue

Bei den Vorteilen von digitalen Banking-Angeboten stehen bei den Deutschen der Zeitgewinn (67 Prozent) sowie die einfache Nutzung (64 Prozent) ganz oben auf der Skala. Als wichtigstes Kriterium für die Nutzung von digitalen Bankprodukten wurde mit 61 Prozent die Sicherheit angegeben.

64 Prozent der Deutschen gaben an, dass Banken die erste Quelle sind, wenn es um vertrauenswürdige Informationen zu Finanzthemen geht. Gleichzeitig sind die Deutschen ihrer Bank nicht wirklich loyal gegenüber. Das gilt vor allem bei den Jüngeren. In der Altersklasse der 18- bis 29- Jährigen ziehen 56 Prozent einen Wechsel  zu einer digitalen Bank in Erwägung.

Mehr digitale Angebote auch von etablierten Banken gefordert

Gleichzeitig erwarten Kunden aber auch bei etablierten Banken mehr digitale Services wie Apps. Auf die Frage hin, welche drei Dinge Kunden bei ihrer Bank zuerst verändern würden, antworteten die Deutschen folgendermaßen:

  • 31 Prozent der Deutschen gaben an, dass Dienste überall verfügbar und einfach zu bedienen sein sollen.
  • 23 Prozent sprechen sich für Echtzeit-Kostenkontrolle und -transparenz aus.
  • 21 Prozent fordern mehr Flexibilität – beispielsweise durch 24-Stunden-Betreuung und den Verzicht auf Langzeitverträge.

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