Die argentinische Banking-App Ualá

Frisches Geld für lateinamerikanisches Fintech

Die Banking-App Ualá kann sich frische Investorengelder in Höhe von 150 Millionen Dollar sichern. Das Angebot des argentinischen Fintechs wird insbesondere von asiatischen Investoren unterstützt.

Neue Investorengelder für Fintech

Mit der Ualá-App kann man sowohl Banking über das Handy erledigen als auch Geld versenden. - Quelle: Ualá

Das argentinische Fintech Ualá konnte jetzt 150 Millionen US-Dollar in einer Series C Finanzierungsrunde einsammeln. Unter den Hauptinvestoren sind das chinesische Internetunternehmen Tencent sowie der japanische Telekommunikation- und Medienkonzern SoftBank. Für den Eintritt in den argentinischen Markt hatte SoftBank eigens einen Innovation Fund gegründet. Mit der neuen Finanzierungsrunde kommt die 2017 gelaunchte Anwendung Ualá auf ein Investitionsvolumen von insgesamt 194 Millionen US-Dollar.

1,3 Millionen Nutzer in Argentinien

Die Ualá-App bietet sowohl mobiles Banking über das Smartphone als auch eine virtuelle Plattform, um Geld an beliebige Personen zu versenden oder anzufordern, ähnlich wie das britische Fintech Revolut oder Nubank aus Brasilien. Nach eigener Aussage plant Ualá aber nicht, eine eigene Bank zu werden. Die Anwendung will eine Plattform für alle Finanzdienstleistungen sein und ist zudem mit einer international anerkannten Mastercard auf Prepaid-Basis verbunden. Nutzer können über die Ualá-App Geld überweisen, in Fonds investieren, Kredite anfordern, Rechnungen bezahlen und Prepaid-Dienste nutzen. Laut Gründer Pierpaolo Barbieri will Ualá aktuell noch nicht in andere spanischsprachige Länder expandieren. Bislang wurden 1,3 Millionen Karten in Argentinien ausgegeben, bei einer Bevölkerungszahl von 45 Millionen ist also noch Luft nach oben.

Asiatische Investoren für lateinamerikanische Fintechs

Die Hauptinvestoren der C-Runde sind Konzerne aus Asien. Warum interessiert sich der chinesische Internetkonzern Tencent für länderbezogene Fintechs wie Ualá? Tatsächlich hat Tencent, der Betreiber des chinesischen WhatsApp-Pendants WeChat bereits in andere lateinamerikanische Fintechs wie Nubank investiert. Offenbar will der chinesische Konzern Einblicke in das Bank- und Kaufverhalten der lateinamerikanischen Bevölkerung erhalten. Noch ist unbekannt, ob es Kooperationen zwischen den Diensten von Ualá und WeChat geben wird.

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