Digitale Transformation: Finanzbranche hadert mit Regulierung

Studie zur Regulierung im Finanzsektor: 48 Prozent der Banken sehen Regulierung als Bremse im digitalen Wandel

Knapp die Hälfte der Finanz-Führungskräfte kritisiert die Vorschriften der Regulierungsbehörden als Hemmschuh für die digitale Transformation von Finanzinstituten. Lediglich im Kryptobereich wird die Regulierung als positiv wahrgenommen.

Jede zweite Führungskraft sieht Regulierung als Bremse

Der Global Financial Regulations Report von OneSpan zeigt, dass 48 % der Geldinstitute die Einhaltung von Vorschriften als Bremse für den digitalen Wandel sehen. - Quelle: Shutterstock.com

Die Digitalisierung stellt die Finanzbranche vor große Herausforderungen auch in Bezug auf die Cybersicherheit. Politik und Behörden wollen für Sicherheit sorgen, indem sie Vorschriften zur Regulierung erlassen. Das wiederum bremst die Finanzunternehmen bei der digitalen Transformation, wie eine aktuelle Studie von OneSpan und Arizent jetzt ermittelt hat: 48 Prozent der befragten Finanzinstitute sehen die Einhaltung von Vorschriften als Bremse für den digitalen Wandel.

Knackpunkt Cybersicherheit

Quelle: OneSpan

Der “Global Financial Regulations Report” des Technologieunternehmens für Cybersicherheit, OneSpan zeigt auch auf, wie Finanzinstitute auf neue Herausforderungen im Zusammenhang mit immer innovativeren Hackerangriffen und dem Schutz sensibler Daten reagieren. So nannten die Banken als größte Herausforderungen die Verringerung oder Verhinderung von Cyberangriffen (53 Prozent), der Schutz sensibler Daten (47 Prozent) und das Schritthalten mit Änderungen von Gesetzen über Verbraucherdatenschutz sowie von branchenspezifischen Vorschriften (41 Prozent).

Fast die Hälfte der Banken führt nach eigenen Angaben digitale Remote-Identitätsprüfungen und biometrische Verfahren ein, um die für ihre Branche geltenden gesetzlichen Vorschriften einzuhalten. Weitere 41 Prozent setzen auf neue Technologien wie digitale Notariatsdienste.

Regulierung im Kryptobereich positiv

Auch wenn viele Bankmanager die Einhaltung von Vorschriften als ein gravierendes Hindernis für den digitalen Wandel sehen, halten die Führungskräfte Regeln im Bereich der Kryptowährungen für sinnvoll: 67 Prozent der führenden Finanzdienstleister sind der Meinung, dass Regulierungen für Kryptowährungen die Marktteilnahme für Banken attraktiver machen. 84 Prozent der Befragten bereiten sich zudem auf zukunftsweisende Initiativen wie etwa Digitales Zentralbankgeld (Central Bank Digital Currency), kurz CBDC und den digitalen Euro vor. Darüber hinaus plant die Hälfte der Banken im Hinblick auf kommende CBDC-Projekte die Implementierung von Shielding-Technologien zum Schutz von mobile Apps.

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