Female Finance: Studie sieht in Female Economy enormen Wachstumsmarkt

Studie des Sparkassen Innovation Hub: Banken sollten Wachstumsmarkt Female Finance ansteuern

Die Chancengleichheit von Männern und Frauen in Bezug auf Finanzprodukte ist in Deutschland noch mangelhaft. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Sparkassenverbandes. Finanzinstitute sollten die Potenziale von Female Finance aber nicht weiter ignorieren.

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Banken sollten Female Finance nicht länger ignorieren

Laut der aktuellen Female-Finance-Studie des Sparkassen Innovation Hub handelt es sich bei der Female Economy um einen der größten Wachstumsmärkte überhaupt. - Quelle: Shutterstock.com

Eine aktuelle Studie des Sparkassen Innovation Hub beschäftigt sich gezielt mit dem  Wachstumsmarkt der sogenannten Female Economy und gibt Handlungsempfehlungen für die Beratung, Finanzplanung und das Finanzmanagement für Frauen. Da die Vermögenswerte des weiblichen Teils der Bevölkerung dank steigender Gleichberechtigung weltweit zunehmen, ist die Female Economy ein größerer Wachstumsmarkt als China und Indien zusammen. Dennoch erreichen Banken und Sparkassen Frauen mit ihren Angeboten noch nicht, auch gezielte Vorsorgeberatung für Frauen fristet noch ein Nischendasein. Basierend auf Zahlen aus verschiedenen Studien verpassen Finanzinstitute weltweit 700 bis 800 Milliarden US-Dollar an Gewinn, weil sie keine Services für Frauen anbieten oder diese nicht unter Berücksichtigung der weiblichen Lebensphasen entwickeln und vermarkten.

Finanzprodukte sind auf Männer zugeschnitten

Quelle: S-Hub

„Frauen in der Finanzwelt – Gender Gaps und nicht erkannte Bedürfnisse“ lautet der Titel des Reports, der die Situation und die Erwartung von Frauen an Finanzinstitute untersucht. Eine der zentralen Erkenntnisse der Studie besagt: Die Bedürfnisse von Frauen werden weder in den Produkten noch der Beratung von Finanzinstituten genügend beachtet. Der Großteil der aktuellen Bankdienstleistungen sei in Form eines „One size fits all“-Ansatzes meist auf Männer zugeschnitten, kritisieren die Studienautoren. Während internationale Fintechs die Wachstumschancen der Female Economy bereits erkannt hätten, müssten Finanzinstitute ihre Angebote noch besser auf die Lebensrealitäten von Frauen ausrichten, so dass sie ihre Kundinnen in jeder Lebensphase optimal unterstützen und beraten können, betont Kerstin Berghoff-Ising, Vorstandsmitglied der Sparkasse Hannover.

Tatsächlich durchliefen Frauen in ihrem Leben sehr unterschiedliche Phasen und müssten sich oft Situationen stellen, die finanziellen Druck erzeugen – etwa berufliche Auszeiten oder Teilzeitarbeit, um die Sorgearbeit für Kinder oder ältere Angehörige zu übernehmen, der (Wieder-) Einstieg ins Berufsleben, Scheidung oder der Verlust des Partners, heißt es in der S-Hub-Studie weiter. „Jede Kundin sollte individuell entsprechend ihrer jeweiligen Lebensphase und den daraus resultierenden Bedürfnissen beraten werden. Dies ist aktuell jedoch nicht der Fall“, erklärt Milena Rottensteiner, Leiterin des S-Hub.

Finanzberatung für Frauen mangelhaft

Besonders groß ist der Handlungsbedarf laut Studie bei der Beratung: Denn im Vergleich zu nur 25 Prozent der Männer investieren 37 Prozent der Frauen mit Hilfe einer Beratung. 60 Prozent der befragten Frauen empfinden ein Gefühl der Sicherheit durch professionelle Beratung. Allerdings fühlen sich 67 Prozent der Frauen von ihrer Finanzberatung missverstanden. Was sind die Gründe? Frauen wollen sich oft gründlicher über Finanzprodukte informieren als Männer. Sie bemängeln aber unzureichende Erklärungen der Bankberater sowie intransparente Rahmenbedingungen. In einer Befragung von Sparkassen-Kundinnen auf der Co-Creation Plattform Move des S-Hub zeigt sich zudem, dass in gemeinsamen Beratungen mit dem Partner überwiegend der Mann angesprochen wurde, obwohl es um die Frau ging oder diese sogar über mehr Finanzwissen verfügte.

Ungleiche Chancen bei der Kreditvergabe

Große Ungleichheiten zeigen sich laut Studie auch im Bereich der Kreditvergabe: Frauen seien am Kreditmarkt unterversorgt, denn volatile Lebensphasen wie Elternzeit und die Gender Gaps erschwerten die Kreditwürdigkeit. So sind Kredite für Frauen aufgrund ihres durchschnittlich geringeren Einkommens im Mittel acht Prozent teurer als für Männer. Zudem hätten sie eine statistisch geringere Chance, überhaupt einen Kredit bewilligt zu bekommen, kritisieren die Studienautoren. Dabei sind Frauen die zuverlässigeren Schuldnerinnen: während in Deutschland 12,6 Prozent der Männer überschuldet sind, gilt das nur für 7,7 Prozent der Frauen. Zudem zahlen Frauen ihre Kredite in größeren Raten zurück. Lösungsansätze könnten etwa Kreditprodukte mit flexiblen Raten und optionalen Ratenpausen sein, die es Frauen ermöglichten, sicher und ohne ein Gefühl der Benachteiligung durch bestimmte Lebensphasen zu navigieren.

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