Finanz-Influencer haben in Deutschland kaum Einfluss auf Verbraucher

Studie zur Meinungsbildung im Finanzbereich: Bedeutung von Finanz-Influencern eher gering

Wenn es um Finanzfragen geht, wenden sich viele Verbraucher nach wie vor an Freunde, Familienangehörige oder Bankberater. Aber auch digitale Medien wie Social Media und Podcasts gewinnen an Bedeutung. Allerdings genießen Finanz-Influencer bislang wenig Vertrauen.

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Digitale Medien werden öfter für Finanzthemen genutzt

Younited-Studie zur Meinungsbildung im Finanzbereich und der Relevanz von Sozialen Medien und Finfluencern zeigt: Finanz-Influencer werden als unseriös wahrgenommen und genießen kein Vertrauen. - Quelle: Shutterstock.com

Wie informieren sich Verbraucher in Deutschland über Finanzthemen? Dieser Frage ist eine aktuelle Studie der Verbraucherkreditplattform Younited und YouGov nachgegangen. Dabei stellte sich heraus, dass digitale Medien wie Social Media, Blogs und Podcasts als Informationsquelle für Finanzthemen immer stärker an Bedeutung gewinnen. Dennoch können sich Influencer in diesem Bereich nicht durchsetzen.

Die bevorzugten Informationsquellen der Befragten in Bezug auf Finanzthemen sind noch immer Fernsehen (27%), Freunde und Familie (26%) sowie Bank- und Finanzberater (25%). Tageszeitungen und Magazine in gedruckter Form verlieren vor allem bei jüngeren Zielgruppen weiter an Bedeutung. Nur 17% der 18-24-Jährigen und nur 16% der 25-34-Jährigen nutzen sie zur Informationsgewinnung.

Digitale Medien, vor allem Social Media, Podcasts und Blogs, werden als Informationsquelle immer wichtiger für jüngere Zielgruppen. Während die Zielgruppe 55 Jahre und älter sie kaum zur Finanzbildung nutzt (Social Media 7%, Blogs 8%, Podcasts 3%), setzt die Gruppe zwischen 25-34 Jahre verstärkt auf diese Quellen (Social Media 37%, Blogs 19%, Podcasts 13%).

Finanz-Influencer werden als unseriös wahrgenommen

Quelle: Younited

Mit Blick auf Finanzthemen setzen allerdings nur wenige Befragte bisher auf den Rat von Influencern: Nur 15% folgen einem Influencer zu Finanzthemen auf Social Media. Allerdings zeigt sich hier wieder ein deutlicher Unterschied bei den Zielgruppen. Bei den jüngeren Altersgruppen 18-24 bzw. 25-34 sind Finanz-Influencer aktuell bereits deutlich populärer (41% bzw. 28%) als bei den älteren Altersgruppen 45-54 bzw. 55 und älter (13% bzw. 3%).

Die Studie zeigt: Die Ursache für die überschaubare Relevanz von Influencern bei Finanzthemen liegt im mangelnden Vertrauen gegenüber ihrer Kompetenz begründet. Die meisten Studienteilnehmer haben kein oder kaum Vertrauen (40% bzw. 25%). Das mangelnde Vertrauen ist größtenteils altersunabhängig. Mehr als die Hälfte (52%) aller Befragten gibt als Grund dafür die mangelnde Expertise der Influencer an. Weitere Gründe sehen die Befragten im Interessenskonflikt zwischen Information und bezahlter Werbung (44%) sowie einer unverständlichen Aufbereitung des Finanzwissens (13%). Damit Finfluencer bei ihren Zielgruppen an Vertrauen gewinnen, müssten sie laut Umfrage über einen beruflichen Hintergrund im Finanzbereich verfügen (28%) oder finanziell erfolgreich sein (16%).

Aktien, ETFs und Krypto spielen die Hauptrolle auf Social Media

Quelle: Younited

Wenn es um die Themenauswahl auf Social Media geht, suchen die Teilnehmer der Studie am häufigsten Inhalte zu Aktien, ETFs und Kryptowährungen (17%). Eher klassische Finanzthemen wie Versicherungen (11%), Altersvorsorge (10%), Immobilienkauf (8%), Konten (6%) oder Kreditanbieter (5%) lagen dagegen in der Wahrnehmung deutlich dahinter. Hier zeigt sich eine Lücke, die große Finanzdienstleister, Versicherungskonzerne und Fintechs bisher noch kaum zu besetzen scheinen.

„Unsere Studie zeigt deutlich, dass eklatante und alarmierende Wissenslücken im Finanzbereich bestehen: rund ein Viertel aller Befragten informiert sich grundsätzlich nicht zu finanziellen Themen“, sagt Jana Koch, CMO von Younited. „Das Potential für Influencer-Marketing im Finanzbereich ist jedoch zweifellos vorhanden. Den Menschen fehlt es von Seiten der Influencer:innen am häufigsten an beruflicher Expertise. Diese Lücke können klassische Finanzinstitute besonders für sich nutzen, da sie das gewünschte Know-How mitbringen. Sie haben hier die große Chance, insbesondere die Bereiche zu besetzen, die bisher kaum thematisiert werden, wie beispielsweise Konten und Kredite. Dadurch können sie eine junge Zielgruppe mit ihrer Expertise überzeugen und so frühzeitig an sich binden”, so Koch.

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