Fintech-Investments 2019

2019 wurden mehr Fintechs finanziert, die Zahl der Deals ist jedoch rückläufig

Das Analyseunternehmen CBInsights hat in seinem Global FinTech Report die weltweite FinTech-Szene untersucht. Wie aus dem Bericht hervorgeht ist die Zahl der Fintech-Finanzierungen im zweiten Quartal deutlich angestiegen.

Insgesamt werden nicht mehr so viele Fintech-Deals durchgeführt

In 2019 sind bislang sieben neue Fintech-Einhörner (Kapitalisierung < 1 Mrd. US Dollar) entstanden.

Das Analyseunternehmen CBInsights stellt in dem Bericht fest, dass der Markt für Fintech-Startups im zweiten Quartal 2019 erneut gewachsen ist. Das Gesamtvolumen der weltweiten FinTech-Finanzierungen, die von Venture-Capital-Unternehmen durchgeführt wurden, ist im zweiten Quartal 2019 gegenüber dem ersten Quartal 2019 von 6,7 Mrd. US Dollar um 20 Prozent auf 8,3 Mrd. US Dollar gestiegen. Die Anzahl der Deals ist hingegen um 22 Prozent gesunken und lag bei 367 Transaktionen. So niedrig war die Gesamtzahl der Deals das letzte Mal vor über zwei Jahren.

Mega-Finanzierungen spielen eine größere Rolle

Die Tatsache, dass der Fintech-Markt weiter wächst ist vor allen auf eine Zunahme der Megafinanzierungen zurückzuführen. Einen großen Anteil an dieser Entwicklung haben vor allen Dingen verschiedene Neo-Banken, die bei mehreren Fintech-Finanzierungsrunden über 600 Millionen US-Dollar eingesammelt haben. Dabei dominierten Early Stage Finanzierungen mit 55 Prozent. Insgesamt konnten im zweiten Quartal 2019 bei 17 Transaktionen 649 Mio. US Dollar eingesammelt werden. Für das dritte Quartal zeichnet sich ab, dass eine weitere Milliarde fließen könnte.

Fintech-Investment-Entwicklung im Ländervergleich

Zum ersten Mal hat das Fintech-Land Indien den asiatischen Konkurrenten China in Bezug auf die Anzahl der FinTech-Deals übertroffen: Indien verzeichnete mit 23 Deals insgesamt acht Deals mehr als China. Die tatsächliche Finanzierungshöhe belief sich in China auf 375 Mio. US Dollar und übertraf damit Indien, wo 350 Mio. US Dollar investiert wurden.

Interessanterweise entwickelt sich Lateinamerika zu der am schnellsten wachsenden Region für FinTech-Finanzierungen und hat im zweiten Quartal 2019 sowohl China als auch Indien übertroffen. Und die Entwicklung in Lateinamerika geht mit einem riesen Tempo weiter: Im dritten Quartal wurde bereits eine Mega-Finanzierungsrunde über 400 Mio. US Dollar für die brasilianische Challenger Bank NuBank vermeldet.

In Europa waren die Finanzierungen im Fintech-Segment rückläufig, der Vorsprung gegenüber Asien konnte jedoch gehalten werden. Die gesamte Finanzierungssumme in Europa betrug im zweiten Quartal 1,6 Mrd. US Dollar bei 107 Transaktionen.

Weltweit sieben neue FinTech-Einhörner

Zudem sind weltweit gleich sieben neue FinTech-Einhörner entstanden. Dazu gehören „com“, „Lemonade“, „Carta“, „Hippo“ und „Marqeta“ aus den USA, „vom“ aus England, „Ivalua“ aus Frankreich und „Liquid“ aus Japan. Damit gibt es derzeit 48 FinTech-Einhörner, die insgesamt mit 187 Milliarden US-Dollar bewertet sind.

Hier die neuen FinTech-Einhörner mit einer Kapitalisierung, die über einer Millarde US Dollar liegt:

  • com (B2B Payments, USA),
  • Lemonade (Versicherungen, USA),
  • Carta (Verwaltung und Bewertung von Kapitalisierungstabellen, USA),
  • Marqeta (Open API Plattform zur Ausgabe von Zahlungskarten, USA),
  • vom (E-Commerce-Zahlungsdienstleister, UK),
  • Ivalua (Source-to-Pay-Lösung, Frankreich)
  • Liquid (Krypto-Trading, Japan) sowie

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