Geldanlage 2021: Die Bausparvertrag-Mentalität der Anleger schwindet

Studie: In Deutschland wächst eine neue Anlagekultur heran

Die Zeiten von Sparbuch und Bausparvertrag sind vorbei, zumindest für junge Anleger in Deutschland. Wie aus einer aktuellen Studie hervorgeht, setzen Anleger unter 40 Jahren lieber auf Aktien und Immobilien.

Aktien als attraktive Geldanlage

Vor allem junge Menschen unter 40 haben das heutige Potential von Trading Apps und anderer moderner Anlageformen erkannt: Noch nie war die Schwelle zum Geldanlegen niedriger, waren die Möglichkeiten größer und Informationen leichter zugänglich. - Quelle: Shutterstock.com

Deutsche Anleger unter 40 Jahren investieren ihr Geld heute anders als die Generation ihrer Eltern und Großeltern. Wie aus einer Studie des Berliner Marktforschungsinstitutes Civey und einem Bericht der Wirtschaftswoche hervorgeht, wächst in Deutschland eine neue Anlagekultur heran. Junge Anleger unter 40 Jahren haben das Platzen der Dotcom-Blase vor 20 Jahren nicht aktiv miterlebt und zeigen keine Berührungsängste mit dem Aktienmarkt. Neue digitale Technologien erleichtern den Aktienhandel auch für Einsteiger, zudem steht eine Fülle an Informationen zum Thema Geldanlage zur Verfügung.

Laut Civey-Studie ist das Interesse an Aktien als Geldanlage bei den Unter-40-Jährigen Deutschen am höchsten: 52,9 Prozent der 18- bis 29-Jährigen halten Aktien für die attraktivste Anlageform, gefolgt von 38,7 Prozent der 30- bis 39-Jährigen. Bei den 40- bis 49-Jährigen halten sich Immobilien (26,2 Prozent) und Aktien (28,2 Prozent) die Waage bei den Investments. In der Altersgruppe der Über-50-Jährigen interessieren sich immerhin 30 Prozent für Aktien als Geldanlage.

Steigende Nachfrage nach Trading-Apps

Auch im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie hat sich in den letzten zwei Jahren ein regelrechter Boom bei den Trading-Apps wie Trade Republic und Scalable Capital entwickelt. Zwar sind die digitalen Aktien-Apps mit 13 Prozent Nutzeranteil noch ein Nischenprodukt in der Gesamtbevölkerung, bei den 18- bis 29-Jährigen haben aber schon 44 Prozent Erfahrungen damit gemacht. Bei den 30- bis 39-Jährigen sind es 28,5 Prozent.

Kryptowerte als Anlage

Trotz der Medienberichterstattung über den Hype bei Bitcoin & Co. sind die deutschen Anleger zurückhaltend beim Thema Kryptowährungen. Krypto Assets spielen derzeit praktisch keine Rolle als ernsthafte Geldanlage, wie die Civey-Studie zeigt. Bei den jüngeren Anlegern gibt es aber durchaus Interesse an dem Thema Kryptowährungen: 14,4 Prozent der 18- bis 29-Jährigen finden Kryptoanlagen attraktiv oder sehr attraktiv. Bei den 30- bis 39-Jährigen sind es 17,2 Prozent, bei den 40- bis 49-Jährigen 14,8 Prozent. In der Gruppe der Über-50-Jährigen interessieren sich lediglich 0,7-1,9 Prozent für Bitcoin & Co.

Immobilien sind gefragt

Im Gegensatz dazu stehen Immobilien bei den jungen Anlegern in Deutschland hoch im Kurs: 46,9 Prozent der unter 29-Jährigen wollen auf jeden Fall eine Immobilie besitzen, bei den 30- bis 39-Jährigen sind es 43,8 Prozent. Laut Studie sinkt mit steigendem Alter das Bedürfnis, eine Immobile zu erwerben, bei den Deutschen ab 65 Jahren haben nur noch 31,3 Prozent Interesse daran.

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