Geldautomaten in Deutschland: Die Zahl der Automaten sinkt

Bargeld als Zahlungsmittel: Geld abheben wird für Verbraucher immer schwerer

Trotz Corona-Pandemie und Digitalisierung ist Bargeld in Deutschland nach wie vor sehr beliebt. Allerdings nimmt die Zahl der Bankfilialen – und mit ihnen die der Geldautomaten – deutlich ab. Wo können sich Verbraucher künftig noch mit Bargeld eindecken?

Zahl der Geldautomaten nimmt ab

Gab es 2019 noch rund 58.400 Geldautomaten in ganz Deutschland, waren es 2020 nur noch knapp 56.900. - Quelle: Shutterstock.com

Die klassischen Wege, um in Deutschland an Bargeld zu kommen, werden zunehmend weniger: Banken und Sparkassen schießen immer mehr Filialen und auch die Zahl der Geldautomaten nimmt ab. Laut dem Bundesverband deutscher Banken (BdB) gab es 2019 noch rund 58.400 Geldautomaten in ganz Deutschland, 2020 waren es nur noch knapp 56.900. Für viele Menschen stellt das ein Problem dar. In einer Umfrage der Verbraucherzentrale sagte fast die Hälfte der Befragten, dass sie Probleme hätten, an Bargeld zu kommen.

Die Mehrheit zahlt am liebsten bar

In Deutschland entsteht so eine paradoxe Situation, in der es immer weniger Geldautomaten gibt, die Mehrheit der Verbraucher aber immer noch am liebsten mit Bargeld bezahlt. Laut Verbraucherzentrale möchten 75 Prozent der Deutschen beim Einkaufen weiterhin bar bezahlen können. Zum Vergleich: In Schweden nutzen nur noch neun Prozent aller Verbraucher Münzen und Scheine.

Die Umfrage der Verbraucherschützer zeigt auch, warum Menschen hierzulande weiterhin am liebsten mit Bargeld bezahlen wollen: 35 Prozent der Befragten gaben an, so die beste Kontrolle über die Ausgaben zu haben. 17 Prozent schätzen die persönliche Freiheit über die Bezahlform. 13 Prozent der Studienteilnehmer nennen den Datenschutz oder die Macht der Gewohnheit als wichtigsten Grund für Bargeld. Weitere 13 Prozent sagten, dass sie grundsätzlich Bargeld befürworteten. Tatsächlich ist die Zahlung mit Bargeld die anonymste Methode, um einzukaufen. Zahlungen mit Cash werden weder registriert noch überwacht.

Der Supermarkt als Alternative zum Geldautomaten

Wer also trotz Digitalisierung und Filialsterben weiterhin am liebsten bar bezahlen möchte, kann auf neue Wege der Bargeldversorgung setzen. So bieten immer mehr Supermärkte und Händler einen Bargeld-Service an der Kasse an. Mittlerweile gibt es diesen Service bei fast allen Handelsketten wie Lidl, Aldi oder Norma, in vielen Drogerien sowie an allen Shell-Tankstellen. Das Limit für Abhebungen an der Kasse liegt bei 200 Euro, der Dienst ist kostenlos. Eine Win-Win-Situation für alle beteiligten: Die Kunden sparen sich einen zusätzlichen Weg zum Geldautomaten, die Händler wiederum können so ihre Bargeldbestände verringern.

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