Krypto-Geldautomaten: Nur 48 Bitcoin-Automaten in Deutschland

Studie: Deutschland bei Krypto-Infrastruktur nur Mittelmaß

Die Steuer-App Taxando hat die Krypto-Infrastruktur in Europa untersucht. Bei der Anzahl der Krypto-Automaten rangiert Deutschland mit 48 Bitcoin-Automaten auf Platz neun. Spitzenreiter ist Österreich, gefolgt von Spanien.

48 Bitcoin-Automaten in Deutschland

Deutschland landet mit insgesamt nur 48 Bitcoin-Automaten auf Platz neun im EU-Vergleich. - Quelle: Shutterstock.com

Auch wenn Bitcoin & Co. aufgrund des jüngsten Krypto-Booms häufig in den Schlagzeilen sind, ist der Zugang zu Kryptogeld im Alltag noch sehr eingeschränkt - zumindest in Deutschland. Nur wenige Verbraucher wissen, wo man hierzulande Bitcoins (und nur Bitcoins!) am Automaten erwerben oder verkaufen kann. Die Steuer-App Taxando hat die aktuelle Situation der Krypto-Automaten in Europa analysiert und verortet Deutschland im Mittelfeld: 48 Bitcoin-Automaten gibt es in der Bundesrepublik, sieben davon stehen in Berlin. Darauf folgen Frankfurt am Main und Düsseldorf mit jeweils vier sogenannten Bitcoin Teller Machines (BTMs). Hamburg nimmt mit drei Krypto-Automaten den vierten Platz ein. Alle weiteren 25 Städte bieten jeweils ein oder zwei Automaten.

Damit liegt Deutschland im Ranking der Euroländer auf Platz neun, gemeinsam mit Ungarn. Spitzenreiter ist Österreich mit 154 BTMs, Spanien kommt mit 114 Automaten auf Platz zwei und Rumänien mit 80 BTMs auf Platz drei. Lediglich einen Krypto-Automaten besitzen bisher Schweden und Zypern, in Litauen und Portugal stehen aktuell zwei. Nur zwei Mitgliedsländer, Lettland und Luxemburg haben noch keine BTMs aufgestellt.

Unterschiedliche Anzahl und Verteilung der Bitcoin-Automaten im EU-Vergleich und großes Gebührengefälle

Während Österreich mit 154 lokalen Bitcoin-Automaten Spitzenreiter im Angebot des Kaufs und Verkaufs von Bitcoin, Rippel und Co. mit Bargeld ist, verschlägt es Deutschland mit gerade mal 48 Bitcoin Teller Machines (BTM) ins Mittelfeld. - Quelle: Taxando / Screenshot: mobilebanking.de

Während der Kauf von Kryptowährungen per Einzahlung von Bargeld an allen Automaten möglich ist, kann derzeit an nur knapp 30 Prozent der Automaten auch verkauft und damit Bargeld erhalten werden. Die Gebühren für den Kauf und Verkauf von Bitcoin am Automaten variieren stark je nach Anbieter und Zeitpunkt. Die höchsten Gebühren verlangen derzeit GlobalATM, BitBear und ATE Smartphones LTD – hier werden 19,2 Prozent des Kaufpreises fällig. Im Schnitt liegen die Preise bei 13,4 Prozent für den Kauf und bei 10 Prozent für den Verkauf. Insgesamt müssen Nutzer an den BTMs immer mit Extrakosten von über sechs Prozent rechnen. Neben den BTMs stehen auch sogenannte Teller zum persönlichen Kauf und Verkauf von Kryptowährungen zur Verfügung. Insgesamt 73 dieser Tauschbörsen gibt es in Europa, in Deutschland bisher nur eine.

Wie werden Bitcoin & Co. versteuert?

Anders als der Name vermuten lässt, zählen die Kryptowährungen nicht zu den Währungen, sondern werden als private Wirtschaftsgüter betrachtet, worauf Taxando hinweist. Dadurch können Gewinne und Verluste für die Steuererklärung relevant sein, weil beispielsweise der Verkauf einer Kryptowährung sowie der Rücktausch in Euro steuerpflichtige Transaktionen sind. Aber: Bei einer Spekulationsfrist von über einem Jahr ist der Verkauf grundsätzlich steuerfrei, solange die Freigrenze von 600 Euro pro Jahr für Gewinne nicht überschritten wird. In diesem Fall müssten nur die Zinserträge versteuert werden.

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