Business Bank startet Plattform „Qonto Insights“
Mit Qonto Insights hat Qonto eine neue Data-Storytelling-Plattform gelauncht. Sie liefert Entscheidungsträgern, Analysten, Medien und Politikern fundierte Einblicke in die Entwicklung europäischer Unternehmen. - Quelle: Shutterstock.com
Die digitale Business Bank Qonto hat jetzt die Data-Storytelling-Plattform „Qonto Insights“ gestartet. Ziel der Plattform ist laut Qonto, Entscheidungsträgern, Analysten, politischen Akteuren und Medien einen möglichst frühen Einblick in die Dynamik europäischer Unternehmen zu vermitteln. Das kostenlose und monatlich aktualisierte Angebot ist über die Website frei zugänglich.
„Qonto Insights“ wandelt anonymisierte, aggregierte Transaktionsdaten der Geschäftskunden von Qonto in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien in faktenbasierte Signale zur europäischen Wirtschaft um. Dabei fokussiert sich die Plattform zunächst auf vier definierte Indizes zu unterschiedlichen Schlüsselthemen: Cashflow-Engpässe, Zahlungsverzögerungen, KI-Nutzung und internationale Expansion.
Natürlich habe der Schutz der Kundendaten oberste Priorität, heißt es bei Qonto: Es würden ausschließlich anonymisierte und aggregierte Werte wie Prozentsätze, Durchschnitte und Mediane zitiert, sodass sich die Daten keinem einzelnen Unternehmen zuordnen ließen.
KMU - das Rückgrat der europäischen Wirtschaft
Der Einfluss von KMU ist in der gesamten europäischen Wirtschaft allgegenwärtig. Kleine und mittlere Firmen machen mit mehr als 30 Millionen Betrieben 99 Prozent aller Unternehmen aus. Sie sichern über 100 Millionen Jobs und repräsentieren damit zwei Drittel der Arbeitsplätze in Europa. Laut Qonto fehlt es jedoch an einem echten, praxisnahen Grundverständnis ihrer tatsächlichen Herausforderungen. Die Business Bank kann auf Basis ihrer Zusammenarbeit mit mehr als 750.000 Geschäftskunden in Europa Einblicke geben.
„Kleine und mittlere Unternehmen tragen in Deutschland einen Großteil der Wirtschaftsleistung, bekommen aber selten die mediale und politische Aufmerksamkeit, die ihnen zusteht”, sagt Malte Dous, Managing Director Central Europe bei Qonto. „Mit Qonto Insights zeigen wir konkret, wie es um Liquidität, Zahlungsverhalten oder den Einsatz neuer Technologien steht, monatlich aktuell und auf Basis echter Transaktionsdaten statt Umfragen oder Schätzungen. Das gibt Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft wertvolle Anhaltspunkte, um die Bedürfnisse kleiner Unternehmen besser zu verstehen und gezielter auf sie zu reagieren.”
Ausgewählte Insights der Qonto Data Plattform
Liquiditätspuffer-Index: Zwischen den vier Märkten zeigt sich eine deutliche Nord-Süd-Kluft: Unternehmen in Deutschland und Frankreich haben im September einen medianen Liquiditätspuffer von 18 bis 19 Tagen, in Spanien und Italien sind es mit rund 9,5 Tagen nur etwa halb so viele. Bei der Überziehungsquote zeigt sich dagegen ein überraschendes Bild: Trotz des kurzen Puffers hat Italien mit 5,1% die niedrigste Quote an Unternehmen mit mindestens einmal negativem Saldo im Monat – niedriger als Deutschland und Frankreich (je 7,5%) und deutlich niedriger als Spanien, das mit 8,9% sowohl den kürzesten Puffer als auch die höchste Überziehungsquote aufweist. Bei Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten wechselt die Führung: Hier hat Deutschland mit 13,3 Tagen den größten Puffer der vier Länder (Gesamtschnitt: 11,2 Tage), über alle Unternehmensgrößen hinweg liegt dagegen Frankreich knapp vorne.
Zahlungsverzugsindex: Bei der Zahlungsmoral, mit der Qonto Kunden ihr Geld erhalten, zeigen sich deutliche Unterschiede: Rechnungen in Spanien werden mit 38,9% am häufigsten verspätet bezahlt, in Deutschland mit 27,5% am seltensten. Bei der Dauer der Verzögerung liegt Frankreich vorne mit durchschnittlich 61,6 Tagen – rund 18 Tage länger als in Deutschland (43 Tage), wo Kunden ihr Geld bei Verspätungen am schnellsten erhalten. Bei der Höhe der verspäteten Rechnungen dreht sich das Bild: Deutsche werden zwar am seltensten und am schnellsten verspätet bezahlt, aber wenn, dann bei den im Schnitt teuersten Rechnungen (4.531€) – rund 1.700€ mehr als in Spanien, wo die verspäteten Rechnungen am günstigsten sind (2.801€).