NFT? Digitale Kunstwerke? In Deutschland eher unbekannt!

Bitkom-Umfrage zu Non-Fungiblen Token: Zwei Drittel der Deutschen wissen nicht, was ein NFT ist

Kurzfristiger Hype oder sinnvolle Technologie – bei Non-Fungiblen Token sind sich viele Verbraucher in Deutschland unsicher. Laut einer Bitkom-Studie haben rund zwei Drittel der Deutschen noch nie von den digitalen Eigentumsnachweisen gehört.

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NFT in Deutschland noch weitgehend unbekannt

Zwei Drittel (68 Prozent) der deutschen Verbraucher haben noch nie etwas von NFT gehört. - Quelle: Shutterstock.com

Non-Fungible Token, kurz NFT sind schon längst mehr als eine technische Spielerei für Geeks. Digitale Kunstwerke, die für mehrere Millionen Dollar versteigert werden oder der Verkauf des ersten Tweets für 2,9 Millionen US-Dollar – um NFTs als Eigentumsnachweise für digitale Werke wie Kunst oder Musik gab es in den vergangenen Monaten einen regelrechten Hype. Trotzdem haben zwei Drittel der Deutschen (68 Prozent) noch nie von Non-Fungiblen Token gehört. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Digitalverbands Bitkom.

Viele Anwendungsmöglichkeiten

Lediglich rund ein Zehntel (11 Prozent) kennt den Begriff, weiß aber nicht wirklich, was sich dahinter verbirgt. Nur 7 Prozent haben eine ungefähre Ahnung von NFT und gerade einmal 5 Prozent wissen nach eigenem Dafürhalten über NFT so gut Bescheid, dass sie anderen erklären könnten, was man darunter versteht.

„NFTs ermöglichen mit Hilfe der Blockchain-Technologie den dezentralen, unveränderlichen digitalen Nachweis, dass man etwas besitzt. Es kann sich dabei um digitale Werke handeln, aber auch der Fahrzeugbrief als digitaler Eigentumsnachweis für einen Pkw lässt sich als NFT abbilden“, sagt Benedikt Faupel, Blockchain-Experte des Bitkom. „Für Künstlerinnen und Künstler können NFTs eine Möglichkeit sein, Originalwerke direkt an Interessierte zu verkaufen. NFTs bieten aber noch deutlich mehr Anwendungsmöglichkeiten, weil sie grundsätzlich jedem digitalen Gegenstand eine eindeutige Eigentümerin oder Eigentümer zuordnen können.“

Ist NFT nur ein Hype, der bald wieder verschwindet?

Zwei Drittel (67 Prozent) derjenigen, die bereits von NFT gehört haben, sagen, dass die Nutzungsmöglichkeiten noch in den Kinderschuhen stecken. Ein Fünftel (20 Prozent) geht davon aus, mit NFTs bald im Alltag in Berührung zu kommen, etwa als digitales Wartungsprotokoll für Geräte oder als digitaler Eigentumsnachweis. 17 Prozent sagen, dass NFTs als langfristige Wertanlage dienen können, 16 Prozent glauben, dass man mit NFTs seine Verbundenheit zu einer Marke oder einem Künstler zeigen kann.

Bislang hat von den Befragten noch niemand selbst NFTs gekauft. Aber 16 Prozent derjenigen, die bereits von NFT gehört haben, würden dies gerne tun – wissen allerdings nicht, wie das geht. Ein Viertel (25 Prozent) von allen, die von NFT gehört haben, versteht nicht, wie sie funktionieren. Ein Fünftel (20 Prozent) schreckt vor einem Kauf zurück, weil rechtliche und steuerliche Rahmenbedingungen unklar sind. Fast die Hälfte (49 Prozent) ist allerdings der Meinung, dass NFT ein Hype ist, der bald wieder verschwinden wird.

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