Stiftung Warentest kürt die sichersten TAN-Verfahren

Das sind die fünf besten TAN-Verfahren

Für jegliche Transaktionen im Online- und Mobile-Banking ist die Verifizierung über eine Transaktionsnummer (TAN) nötig. Nachdem die gute alte iTAN-Liste und die zu unsichere smsTan (weitestgehend) abgeschafft wurden, hat die Stiftung Warentest nun die fünf sichersten TAN-Verfahren gekürt.

Adieu iTAN, hallo BestSign und QR-TAN

Beim QR-TAN-Verfahren ist die Sicherheit laut Stiftung Warentest sehr hoch.

Seit September 2019 gibt es die iTAN-Liste aus Papier nicht mehr. Zudem wurde die smsTAN bei einigen Instituten abgeschafft. Aber keine Sorge: Es gibt genügend Alternativen, die praktischer und auch sicherer sind. Die Stiftung Warentest hat nun die fünf besten TAN-Verfahren gekürt. Hier sind die Gewinner.

pushTAN

Das pushTAN-Verfahren ist bereits weit verbreitet und bei vielen bekannt. Dabei erhält der Kunde die TAN über eine spezielle App der eigenen Bank. Das heißt: Es gibt zwei Apps. Einmal die gewohnte Banking-App, über die man seine Aufträge und Transaktionen abwickelt. Und dann die pushTAN-App. In dieser gibt man das Passwort ein und prüft die angezeigten Auftragsdaten. Anschließend erhält man von der App eine TAN, die nur für diesen einen Auftrag gültig ist. Die TAN wird in das Online-Banking-Formular eingetragen und somit die Transaktion freigegeben.

Urteil der Stiftung Warentest: Das pushTAN-Verfahren  gilt als sicher, da die Banking App und die pushTAN-App unabhängig voneinander funktionieren. Das heißt: Wird eine App gehackt, ist die andere davon nicht betroffen.

Chip-TAN

Beim Chip-TAN- oder SmartTAN-Verfahren wird die TAN mithilfe eines TAN-Generators generiert. Bankkunden brauchen für das Verfahren also ein extra Gerät von der Bank. Gleichzeitig muss sich der Kunde online oder in einer Bank-Filiale für das Chip-TAN-Verfahren freischalten lassen.  

Urteil der Stiftung Warentest: Das Chip-TAN-Verfahren gilt als äußerst sicher, da für die Bankgeschäfte stets zwei Geräte zum Einsatz kommen. Dieser große Vorteil ist aber auch sogleich ein Nachteil. Wer von unterwegs eine Überweisung tätigen will, muss neben Smartphone oder Tablet auch immer den TAN-Generator mitführen.

PhotoTAN

Bei der PhotoTAN bekommt der Bankkunde auf dem Gerät, wo er die Bankgeschäfte tätigt (zum Beispiel Laptop oder Tablet), eine Grafik angezeigt. Diese Grafik muss mit einem entsprechenden Lesegerät (Smartphone plus entsprechender PhotoTAN-App) eingelesen werden. somit wird eine TAN generiert. Für das PhotoTAN-Verfahren muss sich der Kunde bei seiner Bank registrieren.

Urteil der Stiftung Warentest: PhotoTAN gilt als sehr sicher, da zwei unterschiedliche Geräte zum Einsatz kommen. Laut Warentest ist die Sicherheit mit einem speziellen Lesegerät aber noch etwas höher als mit einer entsprechenden App auf dem Smartphone.

BestSign

Einige Banken, wie die Postbank, bieten ihren Kunden das BestSign-Verfahren an. Dafür ist ein Lesegerät von der Sicherheitsfirma Seal One nötig. Das Gerät wird per Bluetooth oder USB mit dem Computer verbunden. Per Knopfdruck, Fingerabdruck, Face ID oder Passwort lässt sich eine Transaktion dann bestätigen. Bei BestSign wird keine sichtbare TAN erzeugt, was die Sicherheit deutlich erhöht.

Urteil der Stiftung Warentest: Die Stiftung Warentest bewertet die Sicherheit von BestSign beim Online-Banking als sehr hoch; beim Mobile-Banking als hoch.

QR-TAN

Beim QR-TAN-Verfahren wird nach dem Eingeben der Daten bei einer Überweisung ein QR-Code angezeigt. Mithilfe dieses schwarzweißen Musters wird über die Handykamera die passende TAN für die Überweisung generiert. Das QR-TAN-Verfahren ist einfach und praktisch und somit auch perfekt, um unterwegs seine Bankgeschäfte zu erledigen.

Urteil der Stiftung Warentest: Warentest stuft die Sicherheit als sehr hoch ein, weil die QR-TAN-App unabhängig vom TAN-Generator läuft.

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