Studie zum Finanzjahr 2019

Positiv geht anders

Die norisbank hat deutschlandweit die Einschätzung der Bürger zum Finanzjahr 2019 abgefragt. Dabei stellte sich heraus, dass die Mehrheit der Deutschen das vergangene Jahr als finanziell schwierig empfand.

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Ein durchwachsenes Jahr für die Mehrheit der Deutschen

Jeder vierte Bundesbürger bezeichnet das abgelaufene Jahr aus finanzieller Sicht als schlecht.

Wie eine aktuelle Studie der norisbank aufzeigt, bewerten viele Deutsche das Finanzjahr 2019 als schwierig. Im Rückblick sagte jeder vierte Befragte (24,9 Prozent) aus, 2019 sei finanziell kein gutes Jahr gewesen. 35,4 Prozent blicken mit gemischten Gefühlen auf das vergangene Jahr. 39,7 Prozent beurteilen 2019 als gutes oder eher gutes Jahr für ihre Finanzen. Damit ist dieser Wert leicht gesunken, im Jahr 2018 hatten noch 41,1 Prozent von einem guten Finanzjahr gesprochen.

Unterschiede zwischen den Bundesländern

Bei den Antworten unterscheiden sich die Bundesländer teilweise deutlich: während die Befragten in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland zufriedener waren als im Jahr 2018 (42,4 Prozent sprachen von einem guten Finanzjahr gegenüber 38,1 Prozent in 2018), beurteilten die Studienteilnehmer in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg das Jahr 2019 besonders negativ (nur 29,7 bzw. 26 Prozent sahen es als gutes Jahr). Wie aus der Studie zudem hervorgeht, schätzten Männer das vergangene Finanzjahr positiver ein als Frauen (41,6 Prozent gegenüber 37,8 Prozent).

Niedrigzins sorgt für schlechte Stimmung

Ein Grund für die Unzufriedenheit ist laut Studie die aktuelle Zinslage: das anhaltend niedrige Zinsniveau wirke sich negativ auf den Vermögensaufbau aus, durch die Inflation verlören die Anlagen vieler Deutscher an Kaufkraft. In nur zwei Jahren hat sich die Zahl der Befragten, die unzufrieden mit der Wirkung der Zinslage auf ihr Vermögen sind nahezu verdoppelt: von 9,8 Prozent im Jahr 2017 auf 16,8 Prozent in 2019.

Belastung durch zusätzliche Ausgaben

Zu schaffen machen den Deutschen auch zusätzliche Mehrausgaben: so sagte fast jeder Zweite (45,2 Prozent) aus, dass etwa der Hausbau oder höhere Gesundheitsausgaben im Jahr 2019 eine Belastung darstellten. Insbesondere die Bundesländer Thüringen und Sachsen verzeichneten 2019 einen starken Anstieg der finanziellen Belastungen (65,2 Prozent gegenüber 50 Prozent in 2018). Auch in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt gaben 63,3 Prozent der Befragten an, sie spürten 2019 einen deutlichen finanziellen Druck durch Mehrausgaben (2018: 48,1 Prozent).

Steigender Druck durch Jobwechsel

Gleichzeitig stieg 2019 die Belastung der Bürger durch sinkende Einkommen aufgrund von Jobwechsel oder Arbeitslosigkeit: vor allem die Altersschicht zwischen 40 und 49 Jahren hatte im vergangenen Jahr damit zu kämpfen (40 Prozent gegenüber 30 Prozent in 2018). Wie aus der norisbank-Studie weiter hervorgeht, sorgten Arbeitsplatzveränderungen insbesondere bei den Menschen in Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen für einen zunehmenden finanziellen Druck  (48,5 Prozent gegenüber 33,1 Prozent in 2018).

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