Targobank führt Robo-Advisor für digitale Vermögensverwaltung ein

„Pixit“: neue Online-Vermögensverwaltung der Targobank

Die Targobank startet mit „Pixit“ ihren eigenen Robo-Advisor und hat sich dafür ein Finanz-Start-Up als Unterstützung geholt. Damit folgt die Targobank gleich mehreren Trends.

Pixeliges Sparschwein als neues Maskottchen der Targobank

Quelle: targobank-pixit

„Pixit“ heißt das neue verpixelte Schweinchen, das als Maskottchen für die neue Online-Vermögensverwaltung der Targobank dient. Die Wortschöpfung setzt sich zusammen aus „Pixel“ als Symbol für die digitale Welt und „Pig“ als Symbol für ein Sparschwein. Für die Technologie hat sich die Targobank ein Finanz-Start-up zu Hilfe geholt.

Fintechs haben es bereits  vorgemacht. Bei einem Robo-Advisor klicken sich die Anleger durch einen Fragenkatalog. Anschließend erhalten sie einen Anlagevorschlag, den der Anbieter umsetzt und das Portfolio überwacht.

White-Label-Kooperationen als neuer Trend im Bankengeschäft

Experten sind sicher: Sogenannte Robo-Advisors werden zum Standardprodukt für Banken. „Alle Banken sollten ihren Kunden eine digitale Vermögensverwaltung ermöglichen“, sagt Theodor Schabicki, Partner im Bereich Financial Services bei BearingPoint. „So können insbesondere technisch affine Kunden gewonnen werden, die bisher eine klassische Anlageberatung in der Filiale abgelehnt haben.“

Da es für Banken schwierig, teuer und zeitintensiv ist, die notwendige Technologie selbst zu bauen, gehen sie sogenannte White-Label-Kooperationen ein. Das heißt: Start-ups stellen Banken ihre Technologie zur Verfügung, halten sich bei der Kundenbetreuung aber im Hintergrund.

Technologieanbieter Scalable Capital unterstützt Targobank

Die Targobank kooperiert bei Pixit mit dem Fintech Scalable Capital. Der Münchener Robo-Advisor führt seit 2016 eine eigene Plattform für Endkunden, positioniert sich aber immer mehr auch als Technologieanbieter. Neben der Targobank zählen auch die Openbank sowie die Digitalbank der Santander zum Auftraggeber von Scalable Capital.

Bei der Anlagestrategie setzt die Targobank aber auf ihren Chefvolkswirt Otmar Lang. Dabei handelt die Targobank nach dem sogenannten Rebalancing-Prinzip. Die Depots werden von der Targobank nicht aktiv gemanagt. Stattdessen werde einmal im Monat geprüft, ob die Gewichtung der einzelnen günstigen börsengehandelten Indexfonds (ETFs) noch der Ausgangsallokation entspricht. Besteht eine Abweichung von mehr als einem Prozent, wird laut Targobank nachjustiert.

„Diese Methode hat den Vorteil, dass man antizyklisch investiert: Wertpapiere mit gesunkenem Kurswert werden nachgekauft und solche, die sich verteuert haben, verkauft“, erklärt Andreas Beck, Vorstand des Instituts für Vermögensaufbau (IVA). Beck hat die Targobank bei der Konzeption von Pixit beraten.

Banken können sich auf Kernkompetenzen fokussieren

Dank der White-Label-Kooperationen können sich Banken auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren. Besitzen Banken aber wenig Kapitalmarktexpertise, ist es sonnvoller, ein Komplettangebot eines Fintechs in Anspruch zu nehmen – so wie es die Smartphonebank N26 mit Vaamo oder die ING mit Scalable Capital macht. Die Deutsche Bank zählt hingegen zu den wenigen Häusern, die die Technologie selbst entwickelt haben. Aber auch dies geschah nicht ohne Hilfe von externen Beratern.

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