Bitcoin Halving: Definition, Erklärung & Infos

Was sich hinter diesem Begriff verbirgt und wie es funktioniert

Bitcoin Halving war in der Kryptowelt bereits dreimal in aller Munde. Was das bedeutet und warum es dieses Vorgehen überhaupt gibt, klären wir in diesem Artikel.

Was ist Bitcoin Halving?

Ungefähr alle vier Jahre kommt es zum Bitcoin-Halving. Damit soll einer möglichen Inflation vorgebeugt werden.

Beim Bitcoin Halving wird die Menge an Bitcoins, die in einem bestimmten Zeitraum geschürft wird,  halbiert. Dieses künstliche Verknappen kommt nicht von ungefähr, sondern ist seit der Einführung der Kryptowährung geplant. Bisher gab es bereits drei Bitcoin Halvings. Das erste fand 2012 statt, das zweite folgte 2016 und das dritte war jüngst im Mai 2020.

Warum gibt es das Halving?

Das Halving, also das Halbieren, soll einer Inflation vorbeugen. Zum Verständnis: Insgesamt wird es nur 21 Millionen Bitcoins geben. Bisher wurden rund 18,3 Millionen erzeugt (Stand Mai 2020). Täglich kamen vor dem dritten Halving um die 1.800 Bitcoins dazu. Seit dem letzten Halving sind es nur noch 900 mehr pro Tag. Der Anstieg wurde somit verlangsamt.

Bitcoins werden von sogenannten Bitcoin-Schürfern – oder auch Minern – erzeugt. Diese Miner stellen die Rechenleistung ihrer Computer für die Aufzeichnung sämtlicher Bitcoin-Transaktionen des Bitcoin-Netzwerkes zur Verfügung. Für diese Bereitstellung erhalten die Miner eine Belohnung in Form von neuen Bitcoins.

Eine Ausschüttung dieser begrenzten Bitcoins findet etwa alle zehn Minuten statt. Ursprünglich waren es 50 Bitcoins pro Ausschüttung. Im ersten Halving wurde der Wert auf 25 halbiert und 2016 auf 12,5. Seit Mai 2020 bekommt ein Miner nur noch 6,25 neue Bitcoins je Ausschüttung.

Die Sache mit dem Halving-Effekt

So ein Halving bleibt für die Bitcoin-Szene nicht folgenlos. 2012 und 2016 folgte auf das Halbieren ein starker Kursanstieg. Nach dem zweiten Halving kletterte der Bitcoin-Wert sogar bis zur 20.000-Dollar-Marke. Viele Anleger reiben sich demzufolge auch nach dem dritten Halving die Hände und rechnen mit einem starken Bitcoin-Wachstum.

Aber: Einige Experten sehen die Situation dieses Mal kritischer. Sie befürchten, dass das aktuelle Halving viele Miner hart treffen könnte. Immerhin bleiben die Fixkosten gleich. Die Konsequenz: Viele Schürfer müssten sich aus dem Bitcoin-Geschäft zurückziehen. Die Rechenleistung sinkt, die für die ganzen Transaktionen notwendig ist. Dies könnte wiederum den Bitcoin an sich schwächen. Eine Kettenreaktion, die dann kaum noch zu stoppen wäre.

Wie sich der Bitcoin-Kurs nach dem dritten Halving entwickelt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

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