Handel mit Aktien & Wertpapieren: So eröffnen Sie ein Depot!

Tipps & Tricks wie Sie Ihr Depot eröffnen

Wenn Sie mit Aktien und Wertpapieren handeln wollen, benötigen Sie ein Depot. Was das ist, wo Sie ein gutes Depot finden und auf was es sonst noch zu achten gilt, haben wir in diesem Artikel für Sie zusammengestellt.

Ein Depot bei einer Filial- oder Direktbank eröffnen

In Aktien, Anleihen, ETFs oder Investmentfonds kann man nicht von einem Girokonto aus investieren – sondern nur mit einem sogenannten Wertpapierdepot.

Ein Depot ist ein digitaler Aufbewahrungsort für Aktien, Fondsanteile oder ETFs. Dort werden die Wertpapiere verwaltet und sicher aufbewahrt. Ein Depot können Sie bei einer Bank eröffnen. Dafür haben Sie in der Regel zwei Möglichkeiten.

Wenn Sie ein Depot bei einer Filialbank eröffnen, profitieren Sie von einer Beratung vor Ort. Vor allem wenn Sie sich mit Wertpapierhandel noch nicht auskennen, ist das praktisch. Blind sollten Sie den Empfehlungen des Bankberaters dennoch nicht folgen. Sich mehrere Meinungen einholen ist hier immer angebracht.

Wenn Sie ein Depot bei einer Filialbank eröffnen, benötigen Sie ein sogenanntes Referenz- beziehungsweise Verrechnungskonto. Dieses müssen Sie oft bei derselben Bank eröffnen, wo auch das Depot liegt.

Bei Direktbanken wie ING Diba, Comdirect oder Consorsbank können Sie ebenso ein Depot eröffnen. Da Direktbanken kein Filialnetz betreiben und somit auch keine Bankberater vor Ort, sondern nur telefonisch oder per Mail zur Verfügung stehen, sollten Sie hier bereits einige Kenntnisse mitbringen. Der Vorteil gegenüber Filialbanken: Direktbanken bieten für den Wertpapierhandel oft deutlich günstigere Konditionen.  

Bei Direktbanken müssen Sie nicht zwingend zusätzlich ein Referenzkonto eröffnen. Wenn Sie beispielswiese ein Depot bei der Consorsbank eröffnen, können Sie Ihr Referenzkonto beispielsweise bei der Spardabank führen.

Kosten für ein Depot

Bevor Sie ein Depot eröffnen, sollten Sie die Kosten miteinander vergleichen. Hierbei sollten Sie den Blick vor allem auf die Grundgebühr und die Orderkosten lenken. Eine Grundgebühr wird in der Regel von Filialbanken erhoben. Direktbanken verzichten darauf oft. Dafür bezahlen Sie jeden Trade, also jeden Kauf und Verkauf (Ordergebühr).

Zudem können weitere Gebühren hinzukommen, darunter Steuern auf Kursgewinne, Dividenden oder 25 Prozent Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge. Generell sollten die Gebühren pro Jahr unter einem Prozent der Anlagesumme liegen.

Tipp: Nutzen Sie für einen Depot-Vergleich einen Vergleichsrechner, unter anderem von Verivox oder Check24. So bekommen Sie einen ersten guten Überblick über Leistungen, Preise und Konditionen.

So eröffnen Sie ein Depot

Wenn Sie eine passende Bank gefunden haben, geht es an die Depoteröffnung. In einer Filialbank übernimmt das der Bankberater für Sie. Bei einer Direktbank erfolgt die Depoteröffnung online. Dort füllen Sie die nötigen Unterlagen aus, drucken diese aus und gehen damit und Ihrem Personalausweis zur Post. Dem Postmitarbeiter geben Sie die Unterlagen und zeigen Ihren Ausweis vor. Passt alles, werden die Unterlagen auf den postalischen Weg zur Direktbank geschickt. Ein paar Tage später erhalten Sie per Post die Zugangsdaten für Ihr Depot.  

Alternativ wird mittlerweile oft das VideoIdent-Verfahren angeboten. Hier sparen Sie sich den Gang zur Post. Die Identifizierung erfolgt hier von der heimischen Couch aus in einem Videocall mit einem Bankmitarbeiter.

Tipps und Tricks für den Wertpapierhandel  

Bevor Sie in den Wertpapierhandel einsteigen, sollten Sie sich zumindest in das Basiswissen einlesen und ein gewisses Gespür für Kurse und Zahlen mitbringen. Sind Sie ein absoluter Frischling am Börsenmarkt, ist ein Fondssparplan (erst einmal) die bessere Alternative für Sie. Diesen können Sie ebenfalls bei einer Bank abschließen.

Damit sich eine Anlage lohnt, sollten Sie mindestens 5.000 Euro investieren. Tun Sie dies aber nie ohne die nötigen Kenntnisse (siehe Punkt eins).

Auch als Anfänger können Sie in einzelne Aktien investieren. Das ist günstiger als in Fonds zu sparen. Achten Sie hier aber auf die Dividende. Wenn diese regelmäßig ausgeschüttet wird, ist das wie eine zusätzliche Verzinsung. Aber auch hier gilt: Handeln Sie nicht zu viel. Ansonsten fressen die Ordergebühren die Rendite auf.

Überprüfen Sie am Tag einmal die Kurse und vermeiden Sie ein übereiltes Handeln bei Kursschwankungen.

Handeln Sie während der regulären Börsenöffnungszeiten – auch bei ausländischen Aktien.

Prüfen Sie Ihr Depot und Ihre Anlagen mindestens einmal im Jahr. Auch bei langfristigen Anlagen können Sie so erkennen, ob ein Trend zu erkennen ist und ob sich der weitere Handel lohnt.  

Wenn Sie bisher noch kein Depot genutzt haben, sollten Sie daran denken, einen Freistellungsauftrag zu beantragen. Dabei werden bei Alleinstehenden die ersten 801 Euro und bei Verheirateten die ersten 1.602 Euro ohne Abzug von Steuern gutgeschrieben. Danach wird die Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent an das Finanzamt abgeführt.

Ein Tipp zum Schluss: Nehmen Sie unbedingt eine Beratung bei Ihrer Bank in Anspruch. Seit 2010 sind Banken und Sparkassen gesetzlich dazu verpflichtet, ein Beratungsprotokoll zu erstellen. Damit kann im Nachhinein nachvollzogen werden, ob die Anlageziele des Kunden von der Bank ausreichend berücksichtigt wurden. Sollte die Bank trotz eines hohen Sicherheitsbedürfnisses des Kunden in  hochspekulative Wertpapiere investieren, trägt die Bank den Verlust. Haben Sie solch eine Beratung nicht in Anspruch genommen und es gibt demnach kein Protokoll, sind Sie für das Ergebnis selbst verantwortlich.

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