IBanFirst: Alle Fakten zum Deutschland-Start

Globaler Finanzdienstleister expandiert nach Deutschland und will traditionellen Banken die Stirn bieten

iBanFirst sieht sich als Alternative zu traditionellen Banken und richtet sich mit seinen Lösungen für Auslandstransaktionen vor allem an mittelständische Unternehmen. Nun will das französische Fintech auch den deutschen Markt erobern – mit einem erfahrenen Country Manager und starken Investoren im Hintergrund.

Einfache und schnelle Transaktions-Lösungen für Mittelständer

Französischer Finanzdienstleister iBanFirst will in Deutschland durchstarten.

iBanFirst ist eine 2013 gegründete Fintech-Alternative zu traditionellen Banken. Das französische Unternehmen mit Hauptsitz in Brüssel und weiteren Firmensitzen in Paris und den Niederlanden bietet kleineren und mittelständischen Unternehmen Komplettlösungen für Auslandstransaktionen an. Mit der hauseigenen Technologie können Unternehmen Zahlungen in 30 Währungen empfangen und versenden.

iBanFirst setzt auf „Lösungen, die bei traditionellen Instituten überwiegend multinationalen Konzernen vorbehalten sind. Denn Fremdwährungsgeschäfte sind teils mit erheblichen Unsicherheiten, Kosten und Kursschwankungen verbunden. Mit unserer Technologie behalten die Unternehmen die volle Kontrolle über Devisen, Zahlungen und Gebühren – und optimieren gleichzeitig ihre Geschäftsprozesse“, so Country Manager Mark Elser.

iBanFirst als Währungseinkäufer und -Distributor

Quelle: iBanFirst

Mittlerweile blickt das Unternehmen eigenen Angaben zufolge auf rund 4.000 Kunden. Jeder Kunde bekommt eine IBAN zugewiesen, in der Währung, die er benötigt. Zudem erhält der Kunde über sein Konto einen Zugriff auf Live-Kurse, zu denen entsprechende Währungsgeschäfte abgeschlossen werden können. Hier besteht auch die Möglichkeit, die Kurse zu fixieren. Dadurch schaffen sich Unternehmen eine Basis für spätere Transaktionen.

iBanFiirst arbeitet für die Zahlungsabwicklung mit lokalen Bankpartnern zusammen und tritt wie ein Händler auf, der Währungsvolumina einkauft und an den Endkunden weiter verteilt. Das Fintech verdient dabei durch eine feste Gebühr pro Transaktion.

Expansion nach Deutschland

iBanFirst hat den nächsten Schritt gewagt und ist nach Deutschland expandiert. Am Standort München soll Mark Elser, ehemaliger Manager der Landesbank Baden-Württemberg, als Country Manager die Strippen im Deutschland-Geschäft ziehen.

„Deutschland ist die größte Volkswirtschaft Europas und Heimat des legendären deutschen Mittelstands. Ein Großteil von ihm ist weltweit tätig und damit auf effiziente Auslandstransaktionen angewiesen. Nach Frankreich, Belgien und den Niederlanden war es damit ein logischer Schritt, nun auch hier unsere Online-Plattform für internationale Finanzdienstleistungen anzubieten“, erklärt Pierre-Antoine Dusoulier, CEO von iBanFirst.

Am neu geschaffenen Münchner Standort werden anfangs rund 25 Mitarbeiter Elser dabei unterstützen, ein regionales und später auch ein überregionales Geschäft aufzubauen. Bis Ende 2021 soll es weitere deutsche Standorte geben und der Firmenkundenstamm im vierstelligen Bereich liegen.

Zahlreiche Investoren im Rücken

Im Sommer 2020 durfte sich das französische Fintech in einer Serie-C-Runde über 23,8 Millionen Dollar (rund 21 Millionen Euro) freuen. Zu den Investoren gehörten Elaia und der Large Venture Fund von Bpifrance. Auch die Bestandsinvestoren Serena und Breega beteiligten sich an der Finanzierungsrunde. Xavier Niel hielt sich als Altinvestor indes vornehm zurück. Insgesamt konnte iBanFirst bisher 52,2 Millionen Dollar (46 Millionen Euro) einsammeln (Stand Februar 2021).

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