Kleingeld bei der Bank einzahlen

Tipps, Tricks und Gebühren

Wenn Sie zuhause viele Münzen haben, können Sie diese bei der Bank einzahlen oder umtauschen. Wie das funktioniert, was die Voraussetzungen sind und welche Kosten auf Sie zukommen können, erklären wir Ihnen hier.

Kleingeld einzahlen – bis zu 50 Münzen immer kostenlos

Banken in Deutschland verlangen Gebühren für das Einzahlen von Kleingeld und Münzen.

Sie haben Ihr Sparschwein geschlachtet und wissen jetzt nicht wohin mit dem ganzen Kleingeld? Dann bringen Sie die Münzen am besten zu Ihrer Hausbank. Dort können Sie das Hartgeld nämlich bis zu 50 Münzen kostenlos einzahlen oder in Scheine umtauschen. Aber: Es muss sich um eine Bank mit einem Filialnetz handeln und Sie müssen dort Kunde sein. Fremdbanken nehmen Kleingeld in der Regel nicht an. Wenn doch, fällt eine hohe Gebühr von bis zu 20 Euro an.

Ab 50 Münzen kann aber auch Ihre Hausbank Gebühren verlangen. Ein Grund dafür ist die 2015 in Kraft getretene „EU-Verordnung zur Prüfung und wieder Inverkehrgabe von Bargeld“. Diese verpflichtet Banken dazu, eingezahltes Geld auf Echtheit und Umlauffähigkeit zu prüfen. Das bedeutet für die Geldhäuser einen großen Mehraufwand. Die Kosten werden hier auf die Kunden umgelegt. Zum anderen können es sich die Banken aufgrund der aktuellen Niedrigzinsphase schlicht nicht mehr leisten, solche Services kostenlos anzubieten.

Schalter oder Münzautomat

Generell haben Sie zwei Möglichkeiten, das Kleingeld in der Bank einzuzahlen. Zum einen können Sie direkt an den Schalter in einer Filiale gehen. Der Bankmitarbeiter wird das Geld zählen und es auf das angegebene Konto einzahlen. Alternativ können Sie die Münzen zuhause bereits rollen. Das dafür vorgesehene Papier gibt es kostenlos bei der Bank. Das ist zwar zeitaufwendig, spart aber in der Filiale Zeit.  

Zum anderen verfügen viele moderne Bankfilialen über sogenannte Münz- oder Einzahlautomaten. Dort geben Sie die Münzen einfach in ein Fach. Der Automat zählt das Kleingeld automatisch und schreibt es Ihnen auf dem Girokonto gut.

Gebühren für das Einzahlen von Münzen im Überblick

  • Sparkasse: 5 bis 10 Euro (je nach Filiale)
  • Volksbank: 3 Prozent vom Einzahl- bzw. Wechselbetrag plus 2,50 Euro Grundgebühr
  • Postbank: kostenlos
  • Commerzbank: kostenlos
  • Deutsche Bank: 5 Euro
  • Targobank: 7,50 Euro
  • Sparda Bank: 5 bis 10 Euro
  • Santander Bank: kostenlos
  • HypovereinsBank: kostenlos
  • Comdirect: kostenlos
  • ING Diba: Kleingeld einzahlen nicht möglich
  • DKB: Kleingeld einzahlen nicht möglich
  • Norisbank: Kleingeld einzahlen nicht möglich
  • Consorsbank: Kleingeld einzahlen nicht möglich
  • N26: Kleingeld einzahlen nicht möglich
  • Netbank: Kleingeld einzahlen nicht möglich

Kleingeld loswerden im Einzelhandel

Sie können mit Ihren Münzen auch im Geschäft bezahlen. Der Einzelhandel ist dazu verpflichtet, bis zu 50 Münzen bei einem Einkauf zu akzeptieren. Die Supermarktkette Real testet zudem aktuell in 60 Filialen Münzautomaten (Stand Juni 2020). Dieser Service ist aber nicht kostenlos. Es fällt eine Umtauschgebühr von 9,90 Prozent an.

Eine weitere gute Alternative sind Selbstbedienungskassen, die es unter anderem bei Kaufland, Globus und Marktkauf gibt. Diese Kassen haben ein Münzfach, in das Sie einfach ihr unsortiertes Kleingeld reinschütten. Somit haben Sie nicht nur Ihren Einkauf bezahlt, sondern sind auch Ihr Hartgeld losgeworden.

Weltspartag bei den Sparkassen und Volksbanken

Jedes im Oktober findet bei den Sparkassen und Volksbanken der Weltspartag statt. Dort haben Sie die Möglichkeit, Bargeld kostenlos einzuzahlen.

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