Krypto Kreditkarte: Vorteile, Nachteile,Tipps, Infos & Vergleich

Bequem bezahlen mit Bitcoin und Co.

Neben herkömmlichen Kreditkarten vermarkten zahlreiche Anbieter sogenannte Krypto- oder Bitcoin-Kreditkarten. Was das ist und wie diese Plastikkarten funktionieren, erklären wir in diesem Artikel.

Bitcoin-Kreditkarten verknüpfen Krypto-Geld mit Fiat-Geld

Eine Bitcoin Kreditkarte ist nichts anderes, als eine normale Kreditkarte, welche die Kryptowährung unterstützt.

Mit Bitcoin-Kreditkarten können Nutzer ähnlich wie mit einer herkömmlichen Kreditkarte Geld abheben sowie in Geschäften, Restaurants oder Kinos bezahlen. Verknüpft ist die Karte, die sowohl Kryptogeld als auch Fiat-Geld (zum Beispiel Euro, Dollar oder Pfund) integriert, mit einem Online-Börsenkonto. Einige Krypto-Kartenherausgeber bieten darüber hinaus zusätzliche Funktionen an, wie Altcoin-Support, Bankdienstleistungen, Zahlungs- und Überweisungsdienste oder Devisenfunktionalität. Mit Rabatten, Cashback-Programmen und Empfehlungsprogrammen versuchen die Anbieter zudem Neukunden anzulocken und zu halten.

Die Bitcoin-Karten sind entweder von Mastercard oder Visa. Demnach können die Karten auch an allen Akzeptenzstellen des jeweiligen Herausgebers eingesetzt werden. Gezahlt werden kann kontaktlos, über Chip- oder PIN-Technologie. Aktuell werden die Krypto-Kreditkarten ausschließlich als Prepaid-Karten herausgegeben. Vor der Nutzung muss also ein Guthaben in Form von Coins draufgeladen werden.

Zwei Kreditkarten-Typen

Generell unterscheidet man zwischen zwei Arten von Krypto-Kreditkarten:

  • Es Kreditkarten, die wie ein Bitcoin-Wallet funktionieren. In das Wallet kann man direkt Bitcoins übertragen und halten. Beim Bezahlvorgang wird der entsprechende Betrag zum aktuellen Kurs in Bitcoin abgebucht. Bisher gibt es für die Walltet-Kreditkarte noch wenige Akzeptanzstellen, da man nur in wenigen Geschäften mit Bitcoin bezahlen kann. Ob Bitcoin in einem Geschäft akzeptiert wird, erkennen Sie an dem Bitcoin Logo neben den Logos der Kreditkartenfirmen.
  • Deutlich häufiger vertreten sind Bitcoin-Kreditkarten, die mit Bitcoin aufgeladen werden. Der Bitcoin-Betrag wird direkt bei der Aufladung zum aktuellen Kurs umgerechnet. Bezahlt wird dann mit der Kreditkartenwährung, wie dem Euro. Auch diese Karten werden oft zusammen mit einem Wallet angeboten. Dieses Bitcoin-Wallet existiert aber separat vom Guthaben auf der Kreditkarte.

Darauf sollten Sie achten

Aktuell ist die Regulierungslage in der Kryptowährungs-Branche recht unübersichtlich. Somit ist jede Kreditkartenlösung nur in bestimmten Bereichen verfügbar. Nutzer müssen also prüfen, ob ihre Region von einem gesetzeskonformen Kreditkartenanbieter unterstützt wird.

Es gibt zahlreiche Kreditkarten-Anbieter. Nutzer sollten sich aber einen etablierten Dienstleister auszuwählen. Der Anbieter sollte sein Angebot vollständig konform und transparent gestalten. Zudem sollten die Karten in das traditionelle Bankensystem sowie in Visa und Mastercard integriert sein.

Vorteile von Kryopto-Kreditkarten

  • Bezahlung mit Kryptowährungen an Kreditkarten-Akzeptanzstellen
  • Krypto-Geld lässt sich leichter ausgeben
  • kein großes Krypto-Fachwissen nötig
  • hohe Sicherheit durch Zwei-Faktor-Authentifizierung und E-Mail/SMS-Benachrichtigungen

Nachteile von Kryopto-Kreditkarten

  • zusätzliche Finanzierungsoptionen, Gebühren und Ausgabenlimits können das Angebot verkomplizieren
  • recht hohes Anbieter-Aufkommen macht die Wahl des richtigen Produktes schwieriger

Krypto-Kartenanbieter im Überblick

Anbieter gibt es viele, auch wenn der Ausfall des primären Kartenausstellers WaveCrest Anfang 2018 das Angebot deutlich eingeschrumpft hat. Ein Problem zwischen Visa und der in Gibraltar ansässigen WaveCrest Bank hat dazu geführt, dass Visa der WaveCrest Holdings die Berechtigung entzogen hat, Prepaid-Karten sowohl innerhalb als auch außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) zu betreiben.

Die Auswirkungen dieses Lizenzentzugs sind noch immer deutlich zu spüren. Viele Krypto-Karten-Herausgeber können bis heute keine Karten ausgeben. Andere vergeben Karten aktuell nicht mehr an europäische Nutzer. Dennoch bietet der Markt genug Anbieter, bei denen auch europäische Kunden eine Krypto-Kreditkarte erhalten.

Bitwala

Coinbase

  • verfügbar in Großbritannien, Spanien, Deutschland, Frankreich, Italien, Irland und den Niederlanden
  • Visa-Debitkarte
  • Karte unterstützt BTC, BCH, ETH und LTC sowie die Fiat-Währungen Euro und Britische Pfund

Crypto

  • Visa Kreditkarte
  • Wallet mit unterschiedlichen Kryptowährungen
  • Cashback-Programm
  • je nach Karte Loungepass, Netflix, Spotify sowie Rabatte bei Expedia und Airbnb

Cryptopay

  • Bitcoin-Kreditkarte von Visa
  • integriertes Wallet
  • Niederlassungen in London, Lissabon und St. Petersburg
  • Karte unterstützt Euro, US-Dollar oder Russischer Rubel
  • eWallet in US-Dollar, Euro, Bitcoin oder Britische Pfund

Revolut

  • Mobile-Banking-Dienstleistungen inklusive Kauf von Kryptowährungen
  • vollwertiges Bankkonto mit eigener IBAN
  • Bitcoin-Kreditkarte von Mastercard
  • Karte in US-Dollar, Euro und Britische Pfund
  • Unterstützung von BTC, LTC, ETH

Skrill

  • Mastercard Kreditkarte, die mit Bitcoin aufgeladen werden kann
  • Limit von 500 Euro je Bitcoin-Aufladung
  • Karte in Euro, Britische Pfund, US-Dollar und Zloty

SpectroCoin

  • Prepaid-Karten in Euro oder US-Dollar
  • unterstützt BTC, ETH, NEM, DASH und USDT
  • Zusammenarbeit mit CreditCard Solutions UK Ltd

Wirex

  • Niederlassungen in Kiew und Tokio
  • Visa Bitcoin-Kreditkarte
  • Karte in Euro
  • Wallet mit BTC, LTC, Euro, US-Dollar und Britische Pfund
  • eigene IBAN bei Wohnsitz in der EU

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