Online-Bezahldienste: Das sind die besten Alternativen zu Paypal

Diese Alternativen zu Paypal sollte man kennen

Online-Bezahldienste bieten im Internet einen sicheren, bequemen und schnellen Bezahlvorgang. Bisher ist Paypal Platzhirsch auf diesem Gebiet. Doch es gibt Alternativen, die durchaus konkurrenzfähig sind.

Studie: 32 Prozent der Deutschen zahlen online via Paypal

Quelle: Shutterstock

Wer online einkauft und bezahlen möchte, hat mittlerweile eine beachtliche Auswahl an Möglichkeiten. Großer Beliebtheit erfreut sich hierzulande noch immer die gute alte Rechnung (41,3 Prozent). Direkt dahinter liegt das Bezahlsystem Paypal (32 Prozent). Dies geht aus einer ECC-Payment-Studie hervor. Paypal ist jedoch nicht der einzige Bezahldienst, auf den Verbraucher im Internet zurückgreifen können. Hier ein Überblick über die wichtigsten und interessantetesten Paypal-Alternativen.

Amazon Pay

Amazon Pay gilt als größter Paypal-Konkurrent. Laut offiziellen Angaben haben bereits 33 Millionen Kunden den Dienst mindestens einmal genutzt. Amazon Pay funktioniert sehr simpel: Der Kunde kann Geld senden und empfangen sowie in teilnehmenden Online-Shops darüber bezahlen. Voraussetzung für die Nutzung ist ein Amazon-Konto, auf dem die Zahlungsdaten bereits hinterlegt sind.

Kauft der Kunde etwas auf amazon.de, tritt Amazon als Vermittler auf, wickelt die Zahlung ab und stellt die Versandinformationen bereit. Der jeweilige Store, bei dem man das Produkt gekauft hat, erhält das Geld von Amazon, das wiederum vom Kundenkonto abgebucht wird. Somit bekommt der Händler nur die Adresse übermittelt, nicht aber die Zahlungsdaten.

Vorteile

Nachteile

  • Kontodaten werden nicht an Händler weitergeleitet
  • Keine Gebühren für Käufer
  • Von vielen Online-Händlern unterstützt
  • Käuferschutz bis zu 2.500 Euro
  • Amazon-Kunden-Konto als Voraussetzung
  • Sämtliche sensible Daten bei Amazon – ein Vertrauen gegenüber dem Online-Giganten ist bei der Nutzung von Amazon Pay von Vorteil
  • Zahlungen via Amazon Pay nicht mit Amazon-Gutscheinen kombinierbar

Paydirekt

Paydirekt wurde von deutschen Sparkassen und Raiffeisen-Volksbanken entwickelt. Mittlerweile nehmen auch weitere Banken an dem Online-Bezahlsystem teil. Nutzer müssen sich zuerst über ihr Online-Banking-Portal für Paydirekt anmelden. Will man seinen Einkauf mit Paydirekt zahlen, wird man direkt auf die Seite des Anbieters weitergeleitet. Dort muss der Nutzer seinen Benutzernahmen und sein Passwort für das Online-Banking angeben. Zudem muss der Kauf durch eine TAN bestätigt werden. Der zu zahlende Betrag wird anschließend vom Bankkonto abgebucht.

Vorteile

Nachteile

  • Kein Drittanbieter für Zahlung notwendig
  • Sensible Daten bleiben bei der Bank
  • Schnelle Einrichtung
  • Schnelle Transaktion
  • Keine Kreditkarte nötig
  • Relativ geringe Verbreitung bei Online-Shops
  • Phishing-Attacken möglich

Klarna

Klarna ist ein schwedischer Payment-Service-Provider, der Bezahlung per Rechnung anbietet. Vor einigen Jahren hat Klarna die deutsche Sofortüberweisung.de übernommen. Seitdem bietet der Konzern mit Klarna Sofort einen Online-Bezahldienst an.

Wer über Klarna Sofort zahlt, wird nach dem Kauf vom Online-Händler auf eine Seite weitergeleitet, wo Kunden über eine sichere Verbindung direkt auf ihr Online-Banking zugreifen. Für die Zahlung müssen sich Kunden mit ihrem Bankpasswort anmelden und die Zahlung per TAN legitimieren. Dadurch, dass sofort gezahlt wird, gibt der Händler auch die Ware sofort frei. Wichtig zu wissen: Die einzugebenden Bankdaten übermittelt der Kunde an Klarna und nicht an die eigene Bank – auch wenn es auf den ersten Blick den Eindruck macht.

Vorteile

Nachteile

  • Kein separates Konto nötig
  • Einfaches Verfahren
  • Schnelle Zahlungsabwicklung
  • Relativ hohe Verbreitung in Deutschland
  • Keine Kreditkarte nötig
  • Absicherung durch TAN-System
  • Nutzer gibt Kontodaten an weiteren Dienstleister weiter
  • Phishing-Attacken möglich
  • Wird nicht von allen Banken angeboten
  • Anbieter ruft den Kontostand sowie weitere Daten zur Kontodeckung ab

Bezahlen.de

Wer mit Bezahlen.de in einem Online-Shop einkauft, erhält nach der Bestellung in einem der teilnehmenden Shops einen Zahlschein per Mail oder SMS. Dieser Schein kann anschließend in einem stationären Ladengeschäft beglichen werden. Anschließend erhält der Händler eine Zahlungsbenachrichtigung und die Bestellung wird versandt.

Vorteile

Nachteile

  • Kein zusätzliche Registrierung nötig
  • Sichere Bezahlmetode, da vor Ort Bezahlung
  • Auch mit schlechter Bonität lässt sich so im Netz einkaufen
  • Gute Alternative für Lebensmittel-Bestellungen
  • Wenig verbreitet in Deutschland
  • Vergleichsweise aufwendiger und umständlicher Zahlvorgang

Masterpass

Die Nutzung von Masterpass ähnelt der von Paypal. Voraussetzung für die Nutzung des Online-Bezahldienstes ist der Besitz einer Kreditkarte von Mastercard, Visa oder American Express. Vorab werden die Zahlungsdaten und persönlichen Daten der Kunden bei Masterpass hinterlegt. Somit stehen diese bei Bezahlung schnell zur Verfügung. Ausgelöst und abgewickelt werden die Zahlungen in einem der teilnehmenden Onlineshops via E-Mail-Adresse und einem Passwort.

Vorteile

Nachteile

  • Keine Übermittlung von Bank- oder Kreditkartendaten an Online-Händler
  • Sicherer Datentransfer
  • Keine Gebühren
  • Nur mit Kreditkarte nutzbar
  • Bisher nur bei wenigen deutschen Anbietern verfügbar
  • Nach Passwortdiebstahl sind Einkäufe ohne Bankdaten möglich
  • Keine zusätzliche Absicherung durch ein TAN-System

Giropay

Beim deutschen Bezahlsystem Giropay gibt der Nutzer im Händlershop nur die Bankleitzahl seiner Bank an. Daraufhin wird der Kunde direkt zum Onlinebanking-Portal weitergeleitet, wo er sich wie gewohnt anmeldet und den Betrag per Überweisung zahlt. Giropay kann auch mit anderen Bezahlsystemen wie PayPal genutzt werden.

Vorteile

Nachteile

  • Zahlungsabwicklung über die eigene Bank
  • Schnelle und abgesicherte Zahlung an den Händler
  • Kein separates Konto bei einem zusätzlichen Dienstleister notwendig
  • Bankdaten werden nicht an den Online-Händler übermittelt
  • Phishing-Attacken möglich, bei denen Hacker Zugriff auf das Girokonto erhalten können
  • Nur für Einkäufe in deutschen Online-Shops

Skrill (ehemals Moneybookers)

Skrill ist ein englisches Bezahlsystem und war lange unter dem Namen Moneybookers bekannt. Auch bei Skrill muss der Kunde ein eigenes Benutzerkonto anlegen. Dort kann über eine Kreditkarte oder über das Girokonto Geld eingezahlt werden. Dieses Prepaid-Guthaben kann dann für den Kauf bei einem Händler genutzt werden. Zudem hat der Kunde die Möglichkeit, eine Skrill-Prepaid-MasterCard zu beantragen. Damit kann auch Geld vom Skrill-Konto an Geldautomaten abgehoben werden.

Vorteile

Nachteile

  • Keine Übermittlung von Bank- oder Kreditkartendaten an Online-Händler
  • Volle Kostenkontrolle durch Prepaid-System
  • Überweisungen an andere Kunden möglich
  • Kostenlose-Nutzung für Privat-Nutzer
  • Keine Stornierung von Überweisungen
  • Relativ geringe Verbreitung in Deutschland
  • Phishing-Attacken möglich
  • Kostenpflichtige Zusatzdienste und Sicherheitssysteme (E-Tokens)

Über Paypal

Die ehemalige Ebay-Tochter Paypal gehört zu den bekanntesten Online-Bezahlsystemen – und mit über 20 Millionen Kunden allein in Deutschland auch zu den am häufigsten genutzten. Für Nutzer, die über Paypal bezahlen, ist das System kostenlos. Händler müssen hingegen einen kleinen Betrag an Paypal zahlen.

Wer Paypal nutzen möchte, muss ein Konto anlegen. Dort gibt er neben Name, Anschrift und Kontaktdaten auch die Bankdaten des Kontos an, von dem der Betrag abgebucht werden soll. Das kann sowohl ein Girokonto sein als auch eine Kreditkarte. Zudem hat der Nutzer die Möglichkeit, manuell Geld auf das Paypal-Konto einzuzahlen. Dieses Guthaben wird beim Online-Shopping dann abgezogen. In diesem Fall fungiert Paypal auch als Prepaid-Anbieter.

Wer über Paypal einkauft, wird vom jeweiligen Online-Shop auf die Seite von Paypal weitergeleitet. Dort meldet man sich mit Benutzername und Passwort an und bestätigt den Kauf. Der Online-Händler bekommt somit zu keinem Zeitpunkt die Kontodaten des Kunden zu sehen. Zudem bietet Paypal einen Käuferschutz an. Der Käuferschutz greift, wenn  ein gekaufter Artikel nicht versandt wurde oder der gelieferte Artikel deutlich von der Artikelbeschreibung des Händlers abweicht. Paypal setzt sich mit dem Händler in Verbindung und erstattet gegebenenfalls  den bezahlten Betrag auf das Paypal-Konto.

Nachteile bei Paypal: Das Unternehmen hat seinen Sitz in den USA. In Europa ist es lediglich in Luxemburg ansässig. Dadurch gestaltet sich mitunter die Rechtslage schwierig.

Vorteile

Nachteile

  • Kommt weltweit zum Einsatz
  • Keine Übermittlung von Bank- oder Kreditkartendaten an Online-Händler
  • Sicherer Datentransfer
  • Paypal kann auch für Online-Überweisungen genutzt werden
  • Für Privatnutzer kostenlos
  • Oft Ziel von Phishing-Attacken
  • Nach Passwortdiebstahl sind Einkäufe ohne Bankdaten möglich
  • Keine zusätzliche Absicherung durch ein TAN-System
  • Daten liegen auf Servern in den USA

Methoden für das Bezahlen im Internet

  • Online-Bezahlsysteme nutzen unterschiedliche Methoden für die Bezahlung:
  • Eine gängige Methode ist die Bezahlung über einen Dienstleister. Dieser überweist die fällige Summe an den Shop und zieht diese Summe dann vom Girokonto oder der Kreditkarte des Kunden ab.
  • Zudem gibt es Dienstleister, über die man sich beim Online-Banking einloggt. Der zu zahlende Betrag wird somit direkt vom Konto des Kunden abgebucht.
  • Als dritte Variante gibt es das Aufladen einer Prepaid-Kreditkarte, die bei einem Bezahlsystem hinterlegt wird. Mit dem Guthaben kann dann bei teilnehmenden Shops eingekauft werden.
  • Die Nutzung von Online-Bezahlsystemen ist in der Regel kostenlos – zumindest für den Käufer. Für Online-Händler fallen hingegen oft Transaktionsgebühren an. Es gibt aber auch Anbieter bei denen beispielsweise für das Aufladen der Prepaid-Kreditkarten gezahlt werden muss.

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