So sparen Sie auch mit wenig Einkommen

Sparplan, Riester und Co.

Wenn das Geld am Ende jedes Monats knapp wird, ist an Sparen meist nicht zu denken. In diesem Ratgeber erklären wir Ihnen, wie Sie dennoch etwas Geld beiseitelegen können und welche Fehler  Sie hinsichtlich der Finanzen vermeiden sollten.

Einkommen dazugewinnen

Es gibt zahlreiche Optionen, auch aus kleinen Sparraten viel zu machen. Oft hilft der Arbeitgeber sowie der Staat.

Wenn Sie Geld sparen wollen, aber oft nichts übrig haben, können Sie versuchen Geld dazu zu verdienen. Dies geht entweder mit einem Nebenjob (Zeitungen austragen, Gassi gehen, Kellnern etc.) oder indem Sie Dinge, die Sie nicht mehr brauchen verkaufen. Auf Plattformen wie ebay Kleinanzeigen können Sie so gut wie alles privat verkaufen – von Spielzeug, über Möbel bis hin zu Autoteilen. Auf Plattformen wie Kleiderkreisel oder Mamikreisel können Sie gebrauchte Kleidung von Erwachsenen beziehungsweise Kindern verkaufen.

Kosten senken

Versuchen Sie Ihre Kosten zu senken. Sicher, bei der Miete lässt sich oft nichts reduzieren, dafür aber bei Versicherungen und Verträgen. Nutzen Sie Vergleichsportale und schauen Sie, ob es einen günstigeren Strom- oder Handytarif gibt. Oft erhalten Sie bei einem Wechsel noch einen Bonus, der im dreistelligen Bereich liegen kann.

Reduzieren Sie auch Ihre Ausgaben für Unterhaltung. Statt ins Kino zu gehen, können Sie zuhause einen Filmeabend machen. Mit den Kindern können Sie in der Umgebung wandern gehen und den Restaurantbesuch ersetzen Sie durch einen Grillabend zuhause oder im Park.

Tipp: führen Sie ein Haushaltsbuch. Auch wenn dies nach viel Aufwand klingt, ist es durchaus hilfreich und sinnvoll, seine Einnahmen und Ausgaben genau im Blick zu haben. So erkennen Sie vielleicht auch Einsparungspotentiale, die Sie so nicht im Kopf hatten.

ETF Sparpläne

ETF bedeutet exchange-traded fund. Gemeint sind damit börsengehandelte Indexfonds. Dabei handelt es sich um einen passiv verwalteten Aktienfond. Das bedeutet, dass Computerprogramme einen Index nachbilden, wie beispielsweise den deutschen Leitindex DAX. Der ETF kauft dabei automatisch nach der Gewichtung im jeweiligen Index ein. Somit sind ETFs von den Kursschwankungen eines Index abhängig. Steigt der nachgebildete Index um zehn Prozent, gilt das auch für den Indexfond. Rutscht der Index zehn Prozent ins Minus, zieht er den Fond mit nach unten.  

Mit einem ETF Sparplan können Sie auch mit kleinen Beträgen sparen. Angebote gibt es bereits ab einer monatlichen Sparrate von 25 Euro. Die von Ihnen festgelegte Sparsumme wird auf Ihrem Depot bei einer Bank verbucht und in Anteilen in den gewählten ETF Sparplan investiert. Sparpläne bieten eine hohe Flexibilität – Sparer können Raten und Zeitraum festlegen und die Raten bei Bedarf pausieren.

Riestern Sie

Wenn Sie für das Alter vorsorgen möchten, könnte die Riesterrente eine Option sein. Vor allem Geringverdiener profitieren hier von zahlreichen Zulagen. Ein Beispiel: Wenn Sie mit Ihrem Partner nicht mehr als 50.000 Euro im Jahr verdienen, betragen die Sparbeträge für beide um die 4 Prozent. Das wären zwischen 450 und 500 Euro pro Jahr, was maximal 5 Euro im Monat sind – und das bei vollen Zulagen. Wenn Sie im Alter auf die Grundsicherung zurückfallen, können Sie bei Riester bis zu 200 Euro Monatsrente behalten.

Staatliche Zulagen

Wenn Sie vermögenswirksame Leistungen beziehen und das gemeinsame Jahreseinkommen als Ehepaar unter 50.000 Euro liegt, zahlt der Staat die sogenannte Arbeitnehmersparzulage. Über die sechs Jahre können Sie so knapp 500 Euro sparen (bei einer monatlichen Sparrate von 40 Euro).

Schulden vermeiden

Vermeiden Sie Schulden – das gilt sowohl für die Kreditkartennutzung als auch für den Dispo. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, mit Ihrer Kreditkarte nicht ins Minus zu rutschen, können Sie entweder den Kreditrahmen anpassen oder zu einer Prepaid-Kreditkarte wechseln. Dort zahlen Sie nämlich auf Guthabenbasis.

Wenn Sie trotz allem einen Dispo am Ende des Monats brauchen, sollten Sie gegebenenfalls zu einer Direktbank wechseln. DKB, Comdirect und ING verlangen je rund 30 Euro weniger an Dispogebühren (bei einem Dispo von 1.000 Euro) als klassische Banken. Um nicht ständig in den Dispo zu rutschen und unnötig hohe Zinsen zu zahlen, sollten Sie versuchen, sich einen kleinen Puffer anzulegen. Diesen erreichen Sie bereits mit Kleinstbeträgen ab 5 Euro, die Sie jeden Monat zurücklegen.

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