Trade Republic nach Shitstorm: Alternative Broker im Check!

Alternativen zu Trade Republic nach Shitstorm und Gamestop-Affäre

Nachdem der Online-Broker Trade Republic bei vielen Anlegern wegen der Gamestop-Affäre in Ungnade gefallen ist, bieten sich andere digitale Broker für einen Wechsel an. Wir haben die besten Alternativen zu Trade Republic zusammengestellt.

Aktualisiert am 20.02.2021

Trade Republic und die Gamestop-Affäre - das ist passiert

Die Trading-App Trade Republic hat am Donnerstag, den 28.01.2021, viel gehandelte Aktien wie Gamestop zwischenzeitlich gesperrt – und erlebte einen heftigen Shitstorm. Etliche Kunden übten Kritik und ziehen einen Wechsel zu einem anderen Online-Broker in Betracht. - Quelle: Shutterstock.com

Bisher war Trade Republic der am schnellsten wachsende Neobroker in Deutschland. Dann kam die Gamestop-Affäre, die dazu führte, dass viele Trade-Republic-Kunden vom Verhalten des Berliner Online-Brokers enttäuscht sind und jetzt den Anbieter wechseln wollen. Was war passiert?

Gamestop, eine nur mäßig erfolgreiche Einzelhandelskette, die in den USA Videospiele verkauft wurde im Januar Schauplatz eines massiven Zockerkampfes zwischen Kleinanlegern und Hedgefonds. Die Gamestop-Aktie schnellte daraufhin von 20 US-Dollar auf Höchstwerte von knapp 400 Dollar. Während die Hedgefonds auf sinkende Kurse der Gamestop-Aktie gewettet hatten, trieben die Kleinanleger den Gamestop-Kurs durch Käufe massiv nach oben. Steigende Kurse wiederum verursachen Verluste bei den Hedgefonds, laut Insidern könnte es sich um bis zu 20 Milliarden Dollar handeln. Die Aktion sollte Experten zufolge eine Art Protest gegen die Finanzwelt sein, der sich mit Hilfe von sozialen Netzwerken und Discount-Brokern gegen die Schwergewichte der Börse richtet. Insbesondere junge Trader versuchten so, den verhassten Investoren massive Verluste zuzufügen.

Hier kommt Trade Republic ins Spiel: wie schon zuvor der US-Neobroker Robinhood gab Trade Republic am 28. Januar bekannt, dass der Kauf von Gamestop-Aktien über die App nicht mehr möglich sei. Man wolle die Kunden vor möglichen Risiken schützen und verhindern, dass die eigene Plattform überlastet werde. Verkäufe der Gamestop-Aktien waren aber weiterhin möglich. Auf diese einseitige Aussetzung reagierten viele Kunden des Online-Brokers verärgert - wie auch schon die Robinhood-Kunden in den USA. Von “Kursmanipulation” zugunsten der Hedgefonds war die Rede, sowohl Robinhood als auch Trade Republic erlebten daraufhin einen massiven Shitstorm.

BESCHWERDEWELLE BEI DER FINANZAUFSICHT

Inzwischen haben sich rund 4.000 Anleger bei der Finanzaufsicht Bafin über den Neobroker Trade Republic beschwert. Wie die Behörde jetzt mitteilte, wird sie in den nächsten Wochen die Verantwortung des Mobilbrokers in Zusammenhang mit den Handelsausfällen in der Gamestop-Affäre prüfen. Neben Trade Republic stehen auch einige andere Neobroker auf der Liste der Bafin, es geht um den Vorwurf der Kursmanipulation.  

Alternativen zu Trade Republic

Welche Alternativen bieten sich nun für enttäuschte User, die den Online-Broker wechseln wollen? Entweder direkt im Online-Broker-Vergleich suchen oder die folgende Übersicht durchlesen - wir haben die besten Wettbewerber von Trade Republic zusammengestellt:

SCALABLE CAPITAL

Quelle: Scalable Capital

Der Münchner Neobroker Scalable Capital ist Marktführer im Bereich der digitalen Vermögensverwaltung. Das Angebot in Kooperation mit der Baader Bank ist transparent gestaltet, so dass auch Einsteiger die Trading App nutzen können.

Seit wann auf dem Markt?

Juni 2020

Wie viele Kunden (offizielle Angaben)?

Keine Angaben

Wie viele Kunden (Schätzungen von Fachmagazinen)?

Branchenkenner vermuten, dass Scalable Capital mittlerweile mehrere Zehntausend Kunden hat, allerdings weniger als 50.000.

Wie sieht das Angebot aus? Wie hoch sind die Kosten?

4.000 Aktien, 1.300 ETFs (alle sparplanfähig, teils kostenlos) in einem simples Preismodell bei klassischen Ordern: Entweder 0,99 pro Trade oder Flatrate-Modelle zu 2,99 oder 4,99 Euro, dazu Depotwechsel zum Anbieter.

An welche Banken/Börsen werden die Orders weitergeleitet?

Gettex und seit kurzem auch klassisch Xetra. Scalable Capital agiert lediglich als Anlagevermittler, das Geschäft mit der Depotführung betreibt im Hintergrund die Baader Bank.

Kann man über den Desktop traden (Webtrading)?

Ja

Gibt es auch eine Tradingapp?

ja

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FLATEXDEGIRO

Quelle: Flatex

FlatexDEGIRO ist einer der führenden deutschen Online-Broker. Der Service ist fair, transparent und einfach zu handhaben. Auf der Flatex-Plattform werden nahezu alle Wertpapiere gehandelt. Der Online-Broker unterscheidet sich durch die Preisgestaltung von anderen Anbietern: Während die Gebühren prozentual berechnet werden können, gibt es auch Kombipreise.

Seit wann auf dem Markt?

1999

Wie viele Kunden (offizielle Angaben)?

Über 400.000

Wie sieht das Angebot aus? Wie hoch sind die Kosten?

Mehr als 1.000 Sparpläne; Über 1 Mio. Optionsscheine.

Orderprovision ab 5,90 €; Depotgebühr 0,1 % des aktuellen Kurses.

An welche Banken/Börsen werden die Orders weitergeleitet?

Auf Xetra und an weiteren deutschen Börsenplätzen sowie in den USA, Kanada und an europäischen Börsen. Außerbörslicher Direkthandel.

Kann man über den Desktop traden (Webtrading)?

Ja

Gibt es auch eine Tradingapp?

Tradingapp Flatex-next mit vereinfachtem Angebot.

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JUSTTRADE

Quelle: justTRADE

Als erster deutscher Online-Broker bietet Justtrade auch den Handel mit Kryptowährungen an. Das Frankfurter Fintech arbeitet mit der Sutor Bank zusammen. Das Angebot von Justtrade ist vollkommen kostenfrei, außer im Bereich der Kryptowerte.

Seit wann auf dem Markt?

Oktober 2019

Wie viele Kunden (offizielle Angaben)?

Keine Angaben

Wie viele Kunden (Schätzungen von Fachmagazinen)?

Brancheninsider schätzen die Kundenzahl auf unter 40.000.

Wie sieht das Angebot aus? Wie hoch sind die Kosten?

7.300 Aktien, über 1.000 ETFs, 500.000 Zertifikate (im Direkthandel mit 4 Emittenten), 5 Kryptowerte.

Keine Orderprovision; keine Depotgebühr.

An welche Banken/Börsen werden die Orders weitergeleitet?

Nur Lang & Schwarz Exchange und Quotrix. Partner ist die Sutorbank.

Kann man über den Desktop traden (Webtrading)?

Ja

Gibt es auch eine Tradingapp?

Ja

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SMARTBROKER

Quelle: Smartbroker

Smartbroker ist ein Online-Broker mit Sitz in Berlin, der mit der DAB BNP Paribas kooperiert. Smartbroker-Kunden können an der deutschen Börse handeln und haben darüber hinaus Zugang zu internationalen Aktien. Das Angebot ist sowohl für Experten als auch für Einsteiger geeignet.

Seit wann auf dem Markt?

Ende 2019

Wie viele Kunden (offizielle Angaben)?

80.000

Wie sieht das Angebot aus? Wie hoch sind die Kosten?

Smartbroker hat keinen exklusiven Handelsplatz. Es können praktisch alle Wertpapiere gehandelt werden. Dazu 600 ETF-Sparpläne, davon 270 kostenlos.

Oderprovision ab 0 €; keine Depotgebühr

An welche Banken/Börsen werden die Orders weitergeleitet?

Alle deutsche Börsen, dazu Direkthandel über Lang & Schwarz, Tradegate, Quotrix, Gettex und Xetra.

Kann man über den Desktop traden (Webtrading)?

Ja

Gibt es auch eine Tradingapp?

Nein (soll aber demnächst folgen)

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1822DIREKT

Quelle: 1822direkt / Screenshot: mobilebanking.deCaption

Die 1822direkt ist eine Tochter der Frankfurter Sparkasse mit Sitz in Frankfurt am Main. Regelmäßig bietet die Direktbank ihren Kunden Free Trade, Flat Fee und auch Free-Buy-Aktionen an.

Seit wann auf dem Markt?

1996

Wie viele Kunden (offizielle Angaben)?

600.000

Wie sieht das Angebot aus? Wie hoch sind die Kosten?

1822direkt hat Anleihen, Aktien, Derivate, ETFs und über 41.000 Fonds im Programm. Große Auswahl an Sparplänen, schon ab 50 Euro.

4,95 € pro Trade zzgl. 0,25 %; Depotgebühr 3,90 € (kostenlos ab 1 Order pro Quartal).

An welche Banken/Börsen werden die Orders weitergeleitet?

An allen deutschen Börsenplätzen; Handel außerhalb der Börsenzeiten im außerbörslichen Direkthandel.

Kann man über den Desktop traden (Webtrading)?

Ja

Gibt es auch eine Tradingapp?

Ja

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SBROKER

Quelle: S Broker

Die S Broker AG & Co. KG ist der zentrale Online-Broker der Sparkassen-Finanzgruppe. S Broker bietet ein breites Angebot für den privaten Wertpapierhandel an. Kunden haben die Möglichkeit, über das Internet ein Online-Depot zu führen und Wertpapiere zu handeln.

Seit wann auf dem Markt?

1999

Wie viele Kunden (offizielle Angaben)?

Über 150.000

Wie sieht das Angebot aus? Wie hoch sind die Kosten?

Aktien, Anleihen, Fonds, Optionsscheine, CFDs, SFDs und Zertifikate. Zusätzlich gibt es Sparpläne für Fonds und Zertifikate.

Pro Order an deutschen Börsen 4,99 Euro zzgl. 0,25 Prozent des Ordervolumens; Depotführung 3,89 Euro pro Monat (kostenlos ab 1 Wertpapiertransaktion im Quartal oder einem Vermögensbestand von mindestens 10.000 Euro sowie einem Depotbestand größer als 0 Euro am Quartalsende).

An welche Banken/Börsen werden die Orders weitergeleitet?

Handel an allen inländischen und über 29 ausländischen Börsen:

Kann man über den Desktop traden (Webtrading)?

Ja

Gibt es auch eine Tradingapp?

ja

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ING

Quelle: ING

Die ING-DiBa AG mit Sitz in Frankfurt am Main ist eine Direktbank und eine Tochter der niederländischen ING Groep. Die ING ist die drittgrößte Privatbank in Deutschland und bietet Anlegern ein Direkt-Depot.

Seit wann auf dem Markt?

1965

Wie viele Kunden (offizielle Angaben)?

7,8 Millionen Kunden (Bankkunden insgesamt)

Wie sieht das Angebot aus? Wie hoch sind die Kosten?

Investiert werden kann in Aktien-, ETF-, Fonds- und Zertifikate-Sparpläne. ING-Kunden können Sparpläne für mehr als 1.900 Wertpapiere ab einem Euro besparen. Über 200 Fonds und ETFs stehen dabei ohne Kaufkosten zur Verfügung.

Order 4,90 € zzgl. 0,25 %; keine Depotgebühr.

An welche Banken/Börsen werden die Orders weitergeleitet?

10 deutsche Börsen inklusive Gettex, Tradegate und Xetra.

Kann man über den Desktop traden (Webtrading)?

Ja

Gibt es auch eine Tradingapp?

ja

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ETORO

Quelle: Etoro

EToro ist ein internationaler Trading-Marktplatz, der an eine Social Trading Community angeschlossenen ist. Sitz des Unternehmens ist in Tel Aviv-Jaffa. Ursprünglich startete eToro als reiner Forex Broker. Mittlerweile bietet die Trading-Plattform auch Zugang zu Aktien, ETFs, Indizes, Rohstoffen und Kryptowährungen. Auf der Social-Trading-Plattform können sich Kunden mit anderen eToro-Tradern vernetzen. Hier werden Informationen ausgetauscht und Nutzer haben die Möglichkeit, Millionen von Portfolios, Statistiken, Risiko-Scores anderer Trader einzusehen.

Seit wann auf dem Markt?

2006

Wie viele Kunden (offizielle Angaben)?

Über 2 Millionen

Wie sieht das Angebot aus? Wie hoch sind die Kosten?

Aktien und ETFS; zudem Währungspaare, Indizes und Rohstoffe über CFDs handeln. Auch der Kauf von 16 Kryptowährungen ist auf der Trading-Plattform möglich.

Je nach Trade können Gebühren anfallen; kostenloses Trading-Konto.

An welche Banken/Börsen werden die Orders weitergeleitet?

Internationale Börsenplätze

Kann man über den Desktop traden (Webtrading)?

Ja

Gibt es auch eine Tradingapp?

ja

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COMDIRECT

Quelle: Comdirect

Die Digitalbank Comdirect gehört zur Commerzbank. Niedrige Gebühren und Neukundenangebote machen das Trading-Angebot attraktiv. Sparpläne sind bereits ab 25 € verfügbar.

Seit wann auf dem Markt?

1994

Wie viele Kunden (offizielle Angaben)?

2,7 Millionen Kunden (Bankkunden insgesamt)

Wie sieht das Angebot aus? Wie hoch sind die Kosten?

ETFs, Fonds, Aktien, Zertifikate.

In den ersten zwölf Monaten werden 3,90 Euro pro Trade berechnet, danach 4,90 Euro plus 0,25 Prozent des Ordervolumens. Viel-Trader erhalten einen Rabatt von 15 Prozent. Auf die Ausführung von ETF-, Aktien- und Zertifikate-Sparpläne wird kein Grundentgelt berechnet. Die Order-Provision beträgt 1,50 Prozent des Anlagebetrags, die Depotgebühr 1,95 €.

An welche Banken/Börsen werden die Orders weitergeleitet?

12 deutsche Börsen, inklusive Gettex, Lang & Schwarz, Quotrix und Xetra.

Kann man über den Desktop traden (Webtrading)?

Ja

Gibt es auch eine Tradingapp?

ja

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ONVISTA

Quelle: Onvista

Onvista ist ein vielbesuchtes Finanzportal und bietet Zugang zu einem großen Angebot an Aktien, ETFs, Fonds, Devisen etc. Onvista eignet sich sowohl für Neueinsteiger, als auch Profis. Alle Daten und Konten werden von der Onvista Bank verwaltet, die zur Commerzbank gehört.

Seit wann auf dem Markt?

1998

Wie viele Kunden (offizielle Angaben)?

100.000

Wie sieht das Angebot aus? Wie hoch sind die Kosten?

Aktien, Indize, Derivate, Fonds, ETF, Anleihen, Devisen, Kryptowährungen, Rohstoffe, Futures, CFDs, Crowdinvesting; mehr als 150 Sparpläne.

Orderprovision 7 €; keine Depotgebühr.

An welche Banken/Börsen werden die Orders weitergeleitet?

11 deutsche Börsen, inklusive Gettex, Lang & Schwarz, Quotrix und Xetra.

Kann man über den Desktop traden (Webtrading)?

Ja

Gibt es auch eine Tradingapp?

Nein

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