Wer heute verreist, merkt schnell: Mit der gewohnten Karte der Hausbank kommt man nicht immer und überall weit. Früher war Bargeld der Standard, heute wird vieles digital geregelt. Doch gerade wenn Sie die Landesgrenzen verlassen, gibt es ein paar Fallstricke, die den Urlaub schnell ruinieren können. Eine echte Kreditkarte ist dann kein unnötiger Luxus, sondern notwendig, um am Zielort auch wirklich handlungsfähig zu sein, und sich die wertvollsten Wochen des Jahres nicht mit Ärgernissen zu befassen.
Die Kreditkarte zum Meilen sammeln
Eine Kreditkarte ist im Urlaub essenziell für hohe Akzeptanz, Sicherheit und Flexibilität. - Quelle: Shutterstock.com
Wenn Sie regelmäßig im Flugzeug sitzen oder oft in Hotels übernachten, ist eine Kreditkarte zum Meilen sammeln eine Überlegung wert. Das Prinzip ist so simpel wie gut: Mit jedem Euro, den Sie im Alltag oder auf Reisen ausgeben, sammeln Sie Punkte. Diese können Sie später gegen Gratisflüge oder bessere Sitzplätze eintauschen. Für Gelegenheitsurlauber lohnt sich die meist fällige Jahresgebühr zwar nicht unbedingt, aber für echte Weltenbummler rechnet sich das System schnell. Oft sind in diesen Karten auch direkt wichtige Reiseversicherungen enthalten, sodass Sie sich nicht um jedes Detail einzeln kümmern oder zusätzliche Versicherungen abschließen müssen.
Das Problem mit der Kaution
Zurück zu den Ärgernissen: Ein echter Knackpunkt auf Reisen ist die Kaution. Wenn Sie im Ausland ein Auto mieten oder in einem gehobenen Hotel einchecken, verlangen die Anbieter in der Regel eine Sicherheit. Hier zeigen sich die Grenzen der normalen Bankkarte, denn eine Debitkarte zieht das Geld für die Kaution sofort von Ihrem Konto ab. Der Betrag ist dann weg und fehlt Ihnen in der Urlaubskasse. Eine echte Kreditkarte hingegen "reserviert" den Betrag lediglich. Er wird auf dem Kartenkonto blockiert, ohne dass Ihr Girokonto belastet wird.
Selbst wenn Sie über ausreichend Geld auf Ihrer Debitkarte zur Verfügung haben, werden viele Vermieter in den USA oder in Südeuropa sich schlichtweg weigern, mit Ihnen zu kooperieren, wenn Sie keine Kreditkarte vorlegen können. Ohne das passende Plastik stehen Sie dann trotz Reservierung ohne Auto oder Unterkunft da.
Warum Bargeld trotzdem wichtig bleibt
Gerade im Ausland geschehen unvorhergesehene Dinge. Es klingt banal, aber ein simpler Stromausfall oder ein kaputtes Internetkabel können in manchen Ländern das gesamte Bezahlsystem lahmlegen. In abgelegenen Regionen oder auf lokalen Märkten weltweit ist Bargeld generell nach wie vor das beliebteste Zahlungsmittel. Außerdem können die gebührenfreien Geldautomaten weit auseinander liegen, sich mitten in der Innenstadt befinden etc. Wenn auf Reisen weit und breit kein funktionierender Geldautomat zu finden ist, wird es eng. Deshalb ist es wichtig, eine Karte zu haben, mit der Sie weltweit günstig oder sogar kostenlos Bargeld abheben können. So sind Sie für den Notfall gerüstet, falls die Kartenzahlung im kleinen Restaurant um die Ecke mal nicht funktionieren sollte.
Vorsicht vor versteckten Gebühren
Ein unterschätztes Ärgernis sind die Gebühren für Fremdwährungen. Viele Karten verlangen bei jedem Bezahlen in Dollar oder anderen Währungen einen Aufschlag. Während eines Urlaubs summiert sich dabei ein Betrag, für den Sie auch essen gehen könnten. Gute Reise-Kreditkarten verzichten auf diese Gebühren, und Sie zahlen dann genau das, was auf der Rechnung steht.
Am Ende des Tages sollte eine Kreditkarte für Sie ein Werkzeug sein, um flexibel zu sein und Stress zu vermeiden. Idealerweise verknüpft sich dies mit einem nachhaltigen Konto.